Meine lieben Mitleser, ich werde in diesem Artikel das Thema psychische Belastung eines Polizeibeamten aus Sicht des Polizisten versuchen zu betrachten und zu erläutern. Sicherlich kann ich dieses komplexe und riesige Thema nicht vollständig abarbeiten, denn dafür habe ich erstens nicht die nötige Zeit und zweitens nicht das nötige Fachwissen. Zu meinem Bedauern muss ich von vorne herein gestehen das ich wie Sie ein normaler Bürger bin und kein Polizist, aber ich versuche mich in die Lage zu versetzen, wie ein Polizist in verschiedenen Situationen eventuell denkt, handelt oder gar fühlt. Gerade dieses „fühlen“ wird nicht in den Medien gezeigt, aber genau dieses „fühlen“ ist nach meiner Meinung ungemein wichtig für den Polizisten, zumindest aus meiner Sichtweise.

Sie wissen sicherlich, das in den sozialen Medien und der rasanten medialen Geschwindigkeit ala twitter oder facebook schnell mal nur das eine Bild des Polizisten gezeigt wird und zwar das Bild, wie ein Polizist einen Bürger zusammen prügelt oder anderweitig drangsaliert. Dann heißt es plötzlich „schau ich habe es doch gewusst, unsere Polizei ist brutal und schlägt die eigene Bevölkerung zusammen“.

Keine Frage sicherlich gibt es unter den Polizisten ein paar schwarze Schafe hier und da, die man dingfest machen muss und vom Dienst suspendieren muss oder anderweitig sanktionieren muss, aber der größte Teil des Berufes Polizist ist tatsächlich, ob Sie es glauben oder nicht, hilfsbereit, zuvorkommend, unterstützt einen und geht mit dem Bürger auf eine zivilisierte Art und Weise um. Daran kann man erkennen, das die zwischenmenschliche „Ausbildung“ des Polizisten gegenüber der Bevölkerung in unserem Land im positiven Sinne geprägt ist. Das schätze ich persönlich sehr und habe deswegen einen höllischen positiven Respekt vor dem Polizeibeamten. Ich muss wirklich offen und ehrlich gestehen, ich bewundere Polizisten im allgemeinen sehr.

Wir lassen mal die schwarzen Schafe außen vor und versuchen mal einen normalen Polizisten genauer zu betrachten. Wir wissen und das bestätigt das Bundesamt für Statistik eindeutig, das die Polizistenanzahl in Relation betrachtet zu den täglichen Tätigkeiten viel zu gering ist in unserem Land. Das heißt der Polizist hat auf den Tag verteilt viel zu viel zu tun und ist von der Arbeitsmenge her betrachtet schon mal von diesem Blickwinkel total überlastet. Das ist die eine Sache.

Stellen Sie sich mal vor Sie sind ein Polizist und müssen an einer Demo für Sicherheit und Ordnung sorgen. Jetzt kommen mehrere aufgebrachte Passanten und spucken sie an, pöbeln, werden handgreiflich, sind aggressiv, versuchen sie zu schlagen und beleidigen sie mit den Worten „du scheiss Bulle“ (entschuldigen Sie vielmals für diese Wortwahl!). Was meinen Sie wie ein Polizist sich dabei fühlt ? Meinen Sie der wird dann vor Ihnen einen Tanz ablegen ? Nein wird er nicht, er wird sich sicherlich angemessen verteidigen und für Ordnung sorgen, denn dafür ist er ja da, dafür ist er ja auch schließlich ausgebildet.

Aber jetzt betrachten wir mal diese Situation, wenn die Demo vorbei ist und jeder nach Hause gegangen ist. Was meinen Sie wie sich so ein Polizist fühlt nach so einer Demo ? Sicherlich macht er sich seine Gedanken, sicherlich geht es ihm dabei nicht gut, wenn er eine ältere Frau oder einen älteren Mann mit dem Schlagstock schlägt (er muss sich ja verteidigen je nach Situation). Sie merken es kommt immer darauf an aus welcher Perspektive man die Situation betrachtet.

Wir normalen Bürger betrachten nur die clickbait Artikel und die reißerischen Überschriften der gleichgeschalteten Medien, aber vergessen dabei das der Polizist auch nur ein Mensch ist und nur seinen Beruf ausübt, eventuell sogar eine eigene Familie hat, mit Kind und Ehefrau.

Wir sagen dann als Bürger nach so einem Artikel oder nach so einem Bericht in den sozialen Medien „schau an, der Polizist prügelt einen unschuldigen Bürger“, kennen aber die Sachlage nicht und beurteilen den Polizisten von vorne herein und sagen der Polizist ist grundsätzlich schuldig.

Wie schon gesagt, schwarze Schafe gibt es sicherlich in Einzelfällen bei der Polizei, aber der größte Teil macht seine Arbeit ordnungsgemäß und richtig. Meinen Sie wenn der Polizist im laufe seiner Karriere Mord, Totschlag, Steine werfende Passanten, Blut, Knochensplitter, zerstückelte Leichen oder anderweitige schlechte Dinge und Sachen erlebt hat, meinen Sie wirklich das er dann mit 65 in seinem Rentenalter dann sagt „man habe ich schöne Sachen erlebt in meiner Karriere“?

Ich kann mir sehr gut vorstellen, das der Beruf Polizist zu sein kein Zuckerschlecken ist. Er erlebt im laufe seiner Karriere die abgrund tiefsten Ereignisse des Menschen und da kann keiner kommen und sagen, ja aber er hat ja diesen Beruf ausgewählt, soll er doch was anderes machen, wenn es ihm nicht passt.

Sicherlich kann er was anderes machen, aber ich finde man sollte im Bereich Psyche des Polizisten den Polizeibeamten intensiver unterstützen und beistehen. Klar gibt es eine psychologische Abteilung bei der Polizeibehörde, aber über die Dunkelziffer weis der normale Bürger nichts, wird auch nicht in den Medien wahrscheinlich erwähnt, aber genau diese Dunkelziffer sollte man abarbeiten und zwar zu Gunsten der Polizisten. Genau aus diesem Grund sage ich ja, der Polizist müsste nach meiner Meinung noch mehr Unterstützung bekommen, denn sein Beruf ist wirklich kein Zuckerschlecken in der heutigen rasanten Welt.

Ich will nicht wissen, was so ein Polizist im laufe seiner Karriere erlebt. Die Polizisten sollten mehr psychologische Unterstützung bekommen, das Personal der Polizeibehörde muss deutlich aufgestockt werden, um die extreme Arbeitsmenge zu bewerkstelligen, die Gehälter der Polizisten müssten sich erhöhen, die Familie des Polizisten muss unterstützt werden, auch die gesetzliche Unterstützung zu Gunsten der Polizisten muss gewährleistet sein nach meiner Meinung, damit der Polizist seine Arbeit in Ruhe bewerkstelligen kann und sich auf die jeweiligen Fälle konzentrieren kann.

Stellen Sie sich mal vor, da ist ein Tatverdächtiger. Er wird von der Polizei gefasst. Dann kommt es zu einer Gerichtsverhandlung und der Tatverdächtiger wird aus welchen Gründen auch immer wieder frei gelassen. Wenn diese Umstand kein Schlag ist gegenüber dem Polizisten, was dann bitteschön ? Was meinen Sie wie sich der Polizist nach so einem Gerichtsurteil fühlt ? Er bemüht sich, nimmt einen Tatverdächtigen mit Beweisen fest, die Anwälte des Tatverdächtigen boxen den Täter per Gericht wieder frei und der Polizist steht da wie ein nasser Hund und wird nicht abgeholt. Diese Gefühlslage und diese Niederlage möchte ich echt nicht erleben aus Sicht des Polizisten. Das ist ein Schlag ins Gesicht gegenüber dem Polizisten, der den Tatverdächtigen unter schweren Bedingungen gefasst hat. In so einer Situation will ich nicht in der Haut des Polizisten stecken und von solchen Fällen laut Bundesamt für Statistik gibt es jährlich zig tausende.

Da soll noch einer kommen und sagen, die Psyche des Polizisten ist normal, der braucht keine Hilfe ! Dabei ist dieses Beispiel noch eins der leichtesten Fälle, über die gravierenden schweren Fälle habe ich noch gar nicht mal gesprochen.

Ist von Ihnen schon mal zu einem Polizisten freiwillig vorbei gegangen und gesagt „vielen Dank für Ihren unermüdlichen Einsatz.“ ? Haben Sie schon überhaupt für sich mal Gedanken gemacht, wie sich so ein Polizist fühlt nach so einem harten, psychisch strapazierten Einsatz ? Fragen Sie sich mal selber ! Auch die Unterstützung der Bevölkerung gegenüber der Polizei ist entscheidend und wichtig nach meiner Meinung.

Äußerlich sieht der Polizist normal aus, wenn ein Bürger es betrachtet, aber innerlich kocht es regelrecht beim Polizeibeamten, denn er erlebt Tag täglich Mord, Schusswechsel, Totschlag, Blut, zerstückelte Leichenbilder, Mordermittlungen und noch viele andere schlimme Sachen und Dinge.

Und genau diese innere Angelegenheit des Polizeibeamten sollte man nicht vernachlässigen, sondern reparieren, unterstützen, beistehen, mit dem Polizisten reden, ihm Mut zusprechen, etc. pp..

Sie merken der Beruf Polizist zu sein ist nicht einfach und ich habe das Thema Psyche des Polizisten gerade mal ganz grob angerissen, dabei ist das Thema so komplex und so extrem groß, das man das gar nicht hier detailliert abarbeiten kann. Es gehören noch viele wichtige andere Dinge dazu, um die Psyche des Polizisten zu unterstützen oder gar zu reparieren. Als Kind habe ich schon immer davon geträumt ein Polizist zu sein, leider wurde nichts daraus.

Ich habe durch Recherche einen interessanten Artikel über das Thema Überstunden bzw. Schichtarbeit bei der Polizei gefunden – sehr aufschlussreich, sehr interessant und manche Aussagen passen wunderbar zum Thema die Psyche des Polizeibeamten.

Quelle: https://www.gdp.de/gdp/gdp.nsf/id/de_psychische-gefaehrdungen-im-polizeidienst

Zum Abschluss dieses Artikels möchte ich noch eine persönliche Anmerkung an unsere Polizisten in unserem Land äußern, ich habe einen sehr großen Respekt vor Ihnen und Ihrer Tätigkeit und möchte mich hiermit bei Ihnen bedanken für Ihre unermüdliche Tag tägliche harte Arbeit, die Sie leisten und uns Bürgern dabei schützen.

Vielen Dank liebe Polizisten der BRD.

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