Ich muss ehrlich zugeben und bin mir leider nicht ganz sicher, ob es so einen Fall in echt gab. In der Nähe von Hamburg Ende der 90er Jahre gab es mal tatsächlich so einen ähnlichen Fall in echt. Allerdings wurden in diesem Buch andere Namen verwendet.

Wie fange ich jetzt am Besten an ! Dieses Buch ist 2014 erschienen, schon etwas länger her, allerdings hat es aus kriminologischer Sicht einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Wie, dazu kommen wir später !

In den Anfängen der 90er Jahre verschwinden dutzende junge Frauen in der Nähe von Hamburg. Ich kann Ihnen im voraus schon sagen, wer der Mörder ist und zwar der Herr Lutz Seifert. Aber das Entscheidende in diesem Kriminalroman ist nicht wer der Mörder von diesen jungen Frauen ist, sondern wie die Ermittlerin auf die Schliche von diesem Mörder kommt.

Der Lutz ist beruflich als Kürschnermeister tätig. Für die Leute die nicht wissen was ein Kürschner ist. Ein Kürschner ist jemand der Tierfelle in Pelz verarbeitet. Nur das Sie Bescheid wissen. Der Lutz wird von seinen Nachbarn, Freunden und Kollegen sehr hoch geschätzt.

Er wird als freundlich, gesellig und hilfstbereit beschrieben. Ausserdem hat der Lutz sehr gute Kontakte zu höchsten Kreisen der Gesellschaft. Von seiner näheren Umgebung wird er als einen liebevollen Vater, als Stimmungskanone, als Kumpel und als einen seriösen Handwerker beschrieben.

Wer sich in die Gesellschaft integriert und mit jedem gut zurecht kommt, von dem geht man nie aus, das das mal ein Serienkiller ist. Der Lutz hat einen gewaltigen Dachschaden, aber das merken die Nachbarn, Freunde und Kollegen gar nicht. Keiner ahnt, was für ein Psychopath dieser Lutz ist.

Wer jemanden freundlich grüßt oder man gegenseitig einen geselligen Abend verbringt mit einer Flasche Bier oder ähnliches und dabei über Gott und die Welt sich miteinander unterhält, da merkt man einfach nicht, das das ein Serienkiller ist. Man denkt sich oh guter Kumpel, da hast du noch eine Flasche Bier, reden wir weiter.

In Hamburg-Rahlstedt an einem Reihenhaus gibt es einen alten Atomschutzbunker. Da bringt der Lutz die jungen hübschen Frauen hin. Erst wird vergewaltigt und dann wird anderweitig misshandelt. Das geht tagelang so, manchmal sogar ein paar Wochen. Er foltert die jungen Dinger bis zum geht nicht mehr.

Die jungen Frauen mussten unter Lutz die Hölle auf Erden erleben. Das war ganz schlimm, was dieser Psychopath da veranstaltet hat. Kann man sehr schwer in Worte fassen. Da wird einem regelrecht die Vorstellungskraft gesprengt.

Wenn er die Schnauze voll hatte von den jungen Dingern, dann bringt er sie einfach um, zerstückelt sie in kleine Portionen und dann taucht er die Körperteile in Säurebad, bis die Knochen, das Fleisch und die Haut komplett aufgelöst wird. Diese Säurebadfässer gräbt er einfach in sein Garten später, als ob das nichts wäre für ihn.

Sie merken, der Typ hat wirklich einen gewaltigen Dachschaden. Es geht aber in diesem Kriminalbuch nicht darum wer der Mörder ist oder wie er seine Opfer behandelt oder umbringt, sondern es geht darum wie die Ermittlerin diesen Fall löst. Das ist das Entscheidende.

Die Rede ist von Kriminalbeamtin Karla Sommer. Die Polizeibehörde hat für diesen Fall kein Interesse gezeigt, denn der Lutz hat folgendes getan. Zuvor zwang er seine Opfer, ihren Angehörigen zu schreiben, dass sie nicht nach ihnen suchen sollten, weil sie einen neuen Partner gefunden hätten und ein neues Leben beginnen wollten – fernab ihres bisherigen Wohnortes.

Genau aus diesem Grund hat die Polizeibehörde nicht die Notwendigkeit gesehen diesen Fall sich etwas näher anzuschauen. Aber aus irgend einem Grund hat die Frau Sommer trotzdem den Braten gerochen.

Sie ermittelt nach ihrem Feierabend oder an den Wochenenden auf eigene Faust.

Inhalt – ( ! Achtung spoiler Alarm ! )

Freunde, Nachbarn und Kollegen beschrieben ihn als freundlich, hilfsbereit und gesellig, er galt als liebevoller Vater, als Stimmungskanone, als Kumpel, als unbescholtener Handwerker und seriöser Geschäftsmann mit Kontakten zu den höchsten Kreisen der Gesellschaft.

Doch unbemerkt von der Außenwelt führte der Kürschnermeister Lutz Seifert über viele Jahre hinweg ein ganz anderes Leben. Im Atomschutzbunker seines Reihenhauses in Hamburg-Rahlstedt hielt der Pelzhändler mehrere Frauen gefangen, folterte sie wochenlang, tötete sie, zerstückelte die Leichen und löste sie in Säurefässern auf, die er dann im Garten vergrub.

Zuvor zwang er seine Opfer, ihren Angehörigen zu schreiben, dass sie nicht nach ihnen suchen sollten, weil sie einen neuen Partner gefunden hätten und ein neues Leben beginnen wollten – fernab ihres bisherigen Wohnorts. Die Polizei widmete den Vermisstenfällen daher keine größere Aufmerksamkeit.

Dies änderte sich erst, als die Kriminalbeamtin Karla Sommer auf eigene Faust ermittelte – gegen den Willen ihres Vorgesetzten, nach Feierabend und an Wochenenden. Anders als ihre Kollegen glaubte die Polizeiobermeisterin einer Frau, die von Seifert nach einer gescheiterten Lösegeldforderung freigelassen worden war und aus ihrer Gefangenschaft angeblich ‚wirres Zeug‘ berichtete.

Die Polizistin nahm auch die Mutter einer Industriekauffrau ernst, die drei Jahre zuvor überraschend verschwunden war. Sie befragte Zeugen, studierte Akten, stellte Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Vermisstenfällen her und veranlasste die Justiz so zum Handeln. Mit Erfolg: Seifert wurde schließlich 1996 wegen Mordes in zwei Fällen zu lebenslanger Haft verurteilt. Quelle: https://amzn.to/3wBIntG

Die verlorene Schwester“ Heinrich Thies liest vor

Probelesung

Quelle: https://bit.ly/3yZs2R5

eigene Meinung

Also ich kann Ihnen eins versichern, dieser Herr Thies schreibt Bücher, aber Hallo die Waldfee, das ist der pure Wahnsinn. Ich habe viele brutale und grausame Kriminalbücher schon gelesen, aber Herr Thies schmiert noch eine Portion Sahne drauf und legt noch eine Kirsche oben drüber, so brutal sind seine Kriminalbücher. Das gefällt mir sehr.

Aber bei ihm geht es gar nicht um die Morde oder was man mit den Opfern so veranstaltet, sondern es geht bei ihm hauptsächlich darum, wie kommt der Ermittler auf die Spur und wie löst man so einen komplizierten Fall.

Und genau aus diesem Grund gefallen mir seine Bücher besonders. In seinen Büchern verrät er häufig den Mörder von vorne herein, aber wie man den Mörder schnappt, das ist die eigentliche Geschichte.

Und was soll ich großartig zu Karla Sommer sagen, eine extrem engagierte Ermittlerin. Sie ist wie eine Hyäne, sobald sie sich verbeisst, lässt sie nicht mehr los und das gefällt mir sehr an ihr. Ich mag es wenn eine Ermittlerin mit Herzblut an der Sache dran ist.

Man nimmt es ihr ab, das sie eine wissbegierige und engagierte Ermittlerin ist. Sobald irgend welche Ungereimtheiten oder andere Fragen offen sind, wird sie hellhörig und dann fängt sie an zu recherchieren. Alle W-Fragen werden bei ihren Ermittlungen berücksichtigt.

Sie will unbedingt wissen warum, wieso, weshalb, wie. Und das zeichnet sie aus, sie lässt einfach nicht locker, bis diese W-Fragen zu ihrer Zufriedenheit beantwortet sind. Sie hat mich als Ermittlerin sehr überzeugt.

Alle Beweise und Spuren werden begutachtet und analysiert. Sie lässt nichts dem Zufall. Sie will unbedingt den Mörder schnappen. Dieses „WOLLEN“ ist bei ihr regelrecht verankert. Ganz ehrlich genau so eine Ermittlerin wünsche ich mir bei unsere Polizeibehörde.

Aber wenn ich bei manch einer Polizeibehörde gewisse Fettbäuche sehe, die nach 2 Schritten schon schnaufen wie verrückt aus dem Arsch, ja dann ist ja kein Wunder, das der Verbrecher schneller ist als dieser Fettbauch oder ?

Naja egal, lange Rede, kurzer Sinn. Ich kann uneingeschränkt das Buch „Hilferuf aus dem Folterkeller“ Ihnen weiter empfehlen. Lassen Sie vom Erscheinungsdatum nicht täuschen, dieses Buch ist wirklich brillant.

Falls Sie es noch nicht gelesen haben, unbedingt nachholen und merken Sie sich unbedingt den Namen Heinrich Thies. Einfach nur ein begnadeter Kriminalroman Schriftsteller. Was besseres gibt es gar nicht.

Rezensionen

Hier habe ich ein paar Rezensionen für Sie, damit Ihre Entscheidung leichter fällt.

User Bernd Mock sagt, ich zitiere: „… Sie stößt auf einen Hamburger Pelzhändler, der die Frauen offenbar in seinen Atomschutzbunker gelockt hat. Schließlich werden die in Säurefässern aufgelösten Leichen der Frauen in den Gärten des beliebten Geschäftsmannes gefunden. Je intensiver ermittelt wird, desto mehr grausame, aber auch bizarre Details kommen ans Tageslicht. So ist der Mörder extrem astrologiegläubig.

Heinrich Thies hat diesen Fall spannend, lebendig und mit viel Einfühlungsvermögen nachgezeichnet und auch die Hintergründe beleuchtet. So geht er ausführlich auf das Thema Sadomasochismus ein, das bei den Mordfällen eine Rolle spielt. Der Autor zeigt unter anderem, welche Gefahren im gegenwärtigen SM-Trend liegen. Thies vermittelt unterschiedliche Sichtweisen zu den Säurefassmorden und verzichtet auf reißerische und voyeuristische Effekthascherei. Auch dies macht dieses Buch sehr lesenswert. Sehr zu empfehlen!“

User Mark Benecke sagt, ich zitiere: „… Ein prima Interview mit einem kundigen Sexualwissenschaftler zu Sadomasochismus hängt dem eigentlichen Bericht an. Ich habe, besonders angesichts dieses wirklich guten Interviews, nicht verstanden, warum der Autor in einem Nachwort von einem „SM-Kult“ und einem „eher trüben Licht auf die SM-Szene“ spricht, denn davon war nirgendwo zuvor die Rede:

Der Täter hatte keine bekannte Anbindung an eine Szene und von einem Kult ist ebenfalls nichts zu lesen. Hier hatte wohl jemand kulturelles Magengrimmen — warum, ist nicht erkennbar. Trotz dieses mir unerklärlichen „Nachsatzes“ ist das Buch ein schöner Pitaval, zudem gut gebunden, sauber gedruckt, mit guter Schrift, tippfehlerfrei (danke!) — fair, interessant, ruhig und ausgewogen.“

User Anja Bauer sagt, ich zitiere: „… Heinrich Thies hat dieses Buch geschrieben. Sehr anschaulich beschreibt er die intensive Ermittlungsarbeit von der Kommissarin. Die Hintergründe sind gut recherchiert und man kommt immer näher an das Grauen heran, was Seifert da gemacht hat. Und man bekommt auch einen Einblick in das zweite unscheinbare Leben von dem Kürchnermeister.

Außerdem geht der Autor ausführlich in das Thema S/M ein und beleuchtet diese Szene. Welche Rolle hat dieser Trend bei den Morden gespielt. Sachlich aber realistisch ist dieses Buch, ohne irgendwelche Effekthascherei. Am Ende wird ausführlich über den Trend S/M erzählt und bis ins kleinste Detail gegangen. Mir persönlich ein wenig zu viel des Guten. Weniger ist oftmals mehr. Auch ist mir der True Crime ein klitzekleines bisschen zu nüchtern.

Ich habe schon viele wahre Kriminalitätsbücher gelesen, deswegen kann ich da ein wenig vergleichen. Was mir hier auch gefehlt hat, waren die Bilder. Darüber hätte ich mich schon ein wenig gefreut, damit man sich Seifert vorstellen kann. Denn wie sieht ein bescheidener netter Mensch aus, der zu solchen Grausamkeiten fähig ist.“

Produktbeschreibung – ( ! Achtung spoiler Alarm ! )

Freunde, Nachbarn und Kollegen beschrieben ihn als freundlich, hilfsbereit und gesellig, er galt als liebevoller Vater, als Stimmungskanone, als Kumpel, als unbescholtener Handwerker und seriöser Geschäftsmann mit Kontakten zu den höchsten Kreisen der Gesellschaft.

Doch unbemerkt von der Außenwelt führte der Kürschnermeister Lutz Seifert über viele Jahre hinweg ein ganz anderes Leben. Im Atomschutzbunker seines Reihenhauses in Hamburg-Rahlstedt hielt der Pelzhändler mehrere Frauen gefangen, folterte sie wochenlang, tötete sie, zerstückelte die Leichen und löste sie in Säurefässern auf, die er dann im Garten vergrub.

Zuvor zwang er seine Opfer, ihren Angehörigen zu schreiben, dass sie nicht nach ihnen suchen sollten, weil sie einen neuen Partner gefunden hätten und ein neues Leben beginnen wollten – fernab ihres bisherigen Wohnorts. Die Polizei widmete den Vermisstenfällen daher keine größere Aufmerksamkeit.

Dies änderte sich erst, als die Kriminalbeamtin Karla Sommer auf eigene Faust ermittelte – gegen den Willen ihres Vorgesetzten, nach Feierabend und an Wochenenden. Anders als ihre Kollegen glaubte die Polizeiobermeisterin einer Frau, die von Seifert nach einer gescheiterten Lösegeldforderung freigelassen worden war und aus ihrer Gefangenschaft angeblich ‚wirres Zeug‘ berichtete.

Die Polizistin nahm auch die Mutter einer Industriekauffrau ernst, die drei Jahre zuvor überraschend verschwunden war. Sie befragte Zeugen, studierte Akten, stellte Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Vermisstenfällen her und veranlasste die Justiz so zum Handeln. Mit Erfolg: Seifert wurde schließlich 1996 wegen Mordes in zwei Fällen zu lebenslanger Haft verurteilt. Quelle: https://amzn.to/3wBIntG

Ich hoffe Ihnen hat die Buchvorstellung gefallen. Ist lange her das ich dieses Buch gelesen hatte, aber es ist so gut geschrieben, das ich es unbedingt Ihnen vorstellen wollte. Wie schon gesagt, falls Sie es noch nicht gelesen haben, unbedingt nachholen. Ist tierisch spannend.

Vielen herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und danke das Sie mein blog besucht haben.

Über ein like oder feedback Ihrerseits würde ich mich sehr freuen. Bis morgen in alter Frische.

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