Es war Anfang Juli diesen Jahres. Kann mich gut daran erinnern, das ich bei meinem lieblings Buchhändler meines vertrauens die Regale wie immer durch gestöbert hatte und die Sybille, also die Verkäuferin in diesem Laden hat mir eine Empfehlung ausgesprochen.

Anscheinend wusste sie mehr als ich, denn bis dahin habe ich von Max Annas leider nie was gehört gehabt. Dabei hat der Kerl zahlreiche Krimipreise abgeräumt und ich habe das gar nicht mitbekommen.

Echt peinlich für mich, muss ich schon ehrlich zugeben. Sie sagte „Ende diesen Monat kommt ein Kriminalroman mit dem Titel der Hochsitz ganz neu heraus. Ich denke das wird dir gefallen.“.

Sie kennt mich ja inzwischen sehr gut, bin schließlich Stammkunde bei ihr und kaufe regelmäßig Krimibücher in ihrem kleinen angenehmen Bücherladen. Wenn die Sybille sagt „Hey dieses Buch könnte dich interessieren.“, dann vertraue ich ihr und bestelle es selbstverständlich.

Denn bis heute haben ihre Empfehlungen mich nicht enttäuscht. Sie kennt mein Geschmack inzwischen verdammt gut, was Krimibücher betrifft. Gesagt, getan. Ich habe das Buch „Der Hochsitz“ von Max Annas bestellt. Ende Juli diesen Jahres ist es erschienen und ich kann Ihnen eins jetzt schon verraten, ich habe es mit Genuss gelesen.

Zunächst einmal um was geht es in diesem Buch ? Von vorne herein, nicht die Bullen von der naheliegenden Kleinstadt lösen die Fälle. Jetzt fragen Sie sich bestimmt „ja wenn die Polizei nicht die Fälle lösen kann, wer dann bitteschön ?“. Dazu komme ich später.

Diese ganze Geschichte spielt im Jahre 1978. Es gibt ein kleines Dorf in der Eifel. Jeder kennt sich, man unterhält sich untereinander, man hilft sich gegenseitig, eine Art familiärer Zusammenhalt herrscht in diesem kleinen Dörfchen.

Die beiden Mädels Sanne und Ulrike haben zur Zeit Osterferien. Wenn die beiden Mädels im Hof nicht helfen müssen, dann machen sie sich gerne mal vom Acker. Sie schnappen ihre Fahrräder und machen ihre übliche Runde im Dorf. Das machen sie regelmäßig und das machen sie gerne.

Denn dadurch bekommen sie einiges mit, was so in und um das Dorf passiert. Das ist so spannend für die beiden Mädels, was da so alles in diesem Dorf geschieht. Manche Sachen sind lustig und die beiden kriegen sich nicht mehr ein vor Lachen, andere Sachen und Dinge sind leider nicht gerade so toll.

In ein paar Monaten ist die Fußball WM und nebenbei ist man damit beschäftigt fleißig Hanuta zu essen. Es geht um die Hanuta Bilder von den Fußballstars, um sein Sammelalbum endlich voll zu bekommen.

Da man aber nicht rechtzeitig sein Sammelalbum voll bekommt, soviele Hanutas gibt es gar nicht, gehen die beiden Mädels zur Postfiliale. Dort gibt es nämlich zahlreiche Fahndungsplakate zur Verfügung. Die beiden Mädels haben nichts besseres zu tun als die Männerköpfe von diesen Fahndungsplakaten auszuschneiden und in ihr Sammelalbum reinzukleben.

Es gibt sehr viele Fahndungsplakate, denn es geht um die RAF. Diese drei Buchstaben haben damals ziemlich viel Wirbel innerhalb der Bevölkerung ausgelöst. Und dann passiert doch tatsächlich ein Bankraub mit dem niemand gerechnet hätte.

Der Langhaariger im Dorf wird daraufhin von der örtlichen Polizei festgenommen. Aber die beiden Mädels wissen ganz genau, das dieser Langhaariger nicht die Bank ausgeraubt hat. Ausserdem wissen die beiden Mädels noch viel mehr, als es überhaupt der örtlichen Polizei lieb sein könnte.

Die beiden Mädels sind auf Grund ihrer Fahrradtouren täglich in und um das Dörfchen sozusagen eine Art Informationszentrale. Sie wissen alles, sie sehen alles, niemand kann sich verstecken. Die beiden Mädels sind eine Art Fundgrube an wichtigen und brisanten Informationen in und um das kleine Dörfchen.

Inhalt – ( ! Achtung spoiler Alarm ! )

1978, ein Dorf in der Eifel: Sanne und Ulrike haben Osterferien. Wenn sie nicht auf dem Hof helfen müssen, düsen sie mit ihren Fahrrädern durch die Gegend und kriegen alles mit. In zwei Monaten ist Fußball-WM, die Mädchen bekommen aber einfach nicht genug Hanuta-Bilder für ihre Sammelalben. Also schneiden sie ein paar Männerköpfe aus dem Fahndungsplakat in der Post.

Denn das ganze Land ist gerade in Aufruhr über drei Buchstaben. RAF. Und dann geschieht tatsächlich ein Bankraub. Festgenommen wird der einzige Langhaarige im Dorf. Dass er es nicht gewesen sein kann, wissen Sanne und Ulrike genau. Und sie wissen noch viel mehr, Sachen, die nicht nur die Polizisten in der nächsten Kleinstadt interessieren würden. Quelle: https://amzn.to/3Ak1fzR

Hörprobe „Morduntersuchungskommission“

Quelle: https://bit.ly/3Ccz3QX

interessantes Interview mit dem Schriftsteller

Quelle: https://bit.ly/3A0rbQC

eigene Meinung

Wie ich schon bereits erwähnt hatte, habe ich das Buch „Der Hochsitz“ von Max Annas mit Genuss gelesen. Ich bedauere es sehr, das ich bis dahin den Schriftsteller Max Annas nicht kannte. Man kann zwar nicht alles wissen, aber so eine wichtige Person in der Krimi Branche ist mir wirklich tatsächlich entgangen und dafür schäme ich mich sehr.

Aber zum Glück hatte ich die Sybille. Sie hat nicht nur diesen genialen Schriftsteller mir empfohlen, sondern auch noch ein Kriminalroman, das mich total in sein Bann gezogen hatte. Ich kann Ihnen eins sagen, die beiden Mädels wird Ihnen tierisch gefallen.

Die sehen wirklich alles, was da so in diesem kleinen Dörfchen passiert. Die kriegen alles mit, die sehen alles, keiner kann sich wirklich vor diesen beiden Mädels verstecken. Und man kriegt selber gar nicht mit, das die beiden Mädels das mit bekommen haben. Echt raffiniert, muss ich schon ehrlich zugeben.

Von wegen beschauliches kleines Dörfchen. Dort ist es manchmal schlimmer wie in manch einer Großstadt. So beschaulich ist dieses kleine Dörfchen gar nicht. Ich kann Ihnen leider aus spoiler Gründen nicht viel verraten, aber eins ist so sicher wie Amen in der Kirche, dieses kleine Dörfchen hat noch viel mehr Dreck am Stecken, als es Ihnen überhaupt bewusst ist.

Die beiden Mädels sind eine ziemlich gute Hilfe für die örtliche Polizei. Es ist tatsächlich so, das die beiden Mädels im wahrsten Sinne des Wortes eine reine Informationszentrale sind, was dieses kleine Dörfchen betrifft.

Mir hat das Buch „Der Hochsitz“ von Max Annas besonders gut gefallen, weil es eine gelungene Mischung ist aus Spannung, Komödie und echt gute Informationsarbeit. Ganz ehrlich die beiden Mädels haben es mir echt angetan. Der Wahnsinn.

Das Buch liest sich sehr flüssig und angenehm und man kann es in einem Rutsch komplett durchlesen. Es ist leicht und verständlich geschrieben und die Formulierungen haben mir ebenfalls gefallen. Gar nicht so kompliziert oder unangehmen formuliert, sondern sehr pragmatisch und verständlich rüber gebracht.

Ich denke sowohl die Hauptgeschichte als auch die beiden Mädels wird Ihnen tierisch gefallen. Und die Nebengeschichten werden ebenfalls gekonnt in die Hauptgeschichte mit integriert. Eine gelungene Story, die aus kriminologischer Sicht sehr Spaß gemacht hat.

Von mir bekommt das Buch eine klare Kaufempfehlung und der Schriftsteller bekommt für diese grandiose Arbeit ein fettes Lob Gut geschrieben. Ich werde auf jeden Fall mal bei Zeiten die anderen Bücher von Max Annas näher begutachten. Habe ich mir fest vorgenommen.

Rezensionen

Hier habe ich zwei verschiedene Ansichten, die auch Sie vielleicht begeistern könnte !

User walli sagt, ich zitiere: „… Ferien in den 1970ern, das Leben ist oberflächlich ruhig, doch die Jugend ist rebellisch. Manchmal äußert sich das im Drogenkonsum, manchmal geschehen tödliche Unfälle und das Thema Terrorismus ist in aller Munde.

Der kleine Ort an der Grenze zu Luxemburg wirkt wie ein Abbild eines beliebigen Ortes zu dieser Zeit, wobei es der Autor hervorragend versteht aus einer Schilderung der Ferienerlebnisse einen tollen Spannungsroman zu machen. Der Art der Erzählweise ist dabei möglicherweise geschuldet, dass einige Dinge vage bleiben.

Dennoch kann man sich gut in die beiden 11jährigen hineinversetzten, die langsam aufmüpfig werden, aber noch nicht damenhaft sein müssen. Frech und burschikos radeln sie durch die Gegen, wobei immer eine vorneweg ist. Was entspringt der Phantasie der Kinder, was landet auf dem Schreibtisch von Ortspolizist Reiter? Ein fesselndes Ferienbild, das Erinnerungen an die eigenen Ferien weckt.“

User Silke Schröder sagt, ich zitiere: „Max Annas bleibt immer nah dran an seinen Figuren, denn bei ihm steht nicht der Krimi im Vordergrund, sondern das Personal in einer Geschichte. In “Der Hochsitz” ist dies in erster Linie die 11-jährige Sanne, deren Osterferien von der etwas unrealen, aber irgendwie auch aufregenden Angst vor den Terroristen überschattet wird, die das ganze Land zu suchen scheint.

Annas mixt hier verschiedene Storylines ineinander. da ist der Mord an dem Motorradfahrer und der ermittelnde Kripobeamte, da sind die beiden Frauen, die über unbemerkt die luxemburger Grenze wollen, da sind die Schmuggler und es sind noch viele kleinere Geschichten, in diesem ungewöhnlichen Krimi.

Annas erzählt meist aus Sicht der 11-jährigen Sanne, obwohl er zwischendurch auch gern ma in andere Erzählstränge switcht. So ist Max Annas nicht auf Action und Hetzjagden aus, sondern erzählt seinen Krimi, der im Jahr 1978 spielt, ruhig und ein wenig lakonisches.“

Tolle Story, geniale Charaktere, faszinierende Handlung und ein angenehmes Krimibuch zum lesen. Mir hat es besonders gut gefallen und die Empfehlung von Sybille hat mich wieder einmal nicht enttäuscht. Danke dafür.

Produktbeschreibung – ( ! Achtung spoiler Alarm ! )

1978, ein Dorf in der Eifel: Sanne und Ulrike haben Osterferien. Wenn sie nicht auf dem Hof helfen müssen, düsen sie mit ihren Fahrrädern durch die Gegend und kriegen alles mit. In zwei Monaten ist Fußball-WM, die Mädchen bekommen aber einfach nicht genug Hanuta-Bilder für ihre Sammelalben. Also schneiden sie ein paar Männerköpfe aus dem Fahndungsplakat in der Post.

Denn das ganze Land ist gerade in Aufruhr über drei Buchstaben. RAF. Und dann geschieht tatsächlich ein Bankraub. Festgenommen wird der einzige Langhaarige im Dorf. Dass er es nicht gewesen sein kann, wissen Sanne und Ulrike genau. Und sie wissen noch viel mehr, Sachen, die nicht nur die Polizisten in der nächsten Kleinstadt interessieren würden. Quelle: https://amzn.to/3Ak1fzR

Ich hoffe Ihnen hat die kurze Buchvorstellung gefallen. Ich werde mir auf jeden Fall demnächst das Buch „Mordkommissionsuntersuchung“ von Max Annas kaufen. Freue mich jetzt schon wie ein Kleinkind darauf.

Vielen herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und danke das Sie mein Blog besucht haben.

Über ein like oder feedback Ihrerseits würde ich mich sehr freuen. Bis morgen in alter Frische.

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