Bevor ich diesen Artikel schreibe möchte ich gerne mal eine Erklärung los werden und zwar für die Leute, die nicht wissen, was Prepper bedeutet. Prepper wird aus dem englischen „to be prepared“ abgeleitet. Das ist ungefähr vergleichbar wie sei bereit, für bereit sein oder Allzeit bereit.

Prepper sind Personen, die sich mittels individueller Maßnahmen auf jedwede Art von Katastrophe vorbereiten. Sie lagern Essen und Trinkwasser, haben Generatoren oder ähnliche wichtige Geräte zur Verfügung und beschaffen sich zusätzlich andere Utensilien, um in einer Katastrophe wie z.B. Erdbeben oder einer anderen Naturkatastrophe zu überleben. Solche Leute nennt man Prepper.

In einer großen Tageszeitung arbeitet Walter Noack als Online-Redakteur. Er muss jeden Tag die schlimmsten Kommentare, Pöbeleien, Beleidigungen, Drohungen und anderweitige Hasstiraden bearbeiten und gegebenenfalls löschen.

Er ist jeden Tag mit sehr schlimmen Kommentaren und Beschimpfungen konfrontiert. All diese Hasskommentare und Beschimpfungen nagen an seinem Nervenkostüm. Als ob das nichts genug wäre, wird auch noch grundlos eine gute Kollegin von ihm ziemlich brutal von Unbekannten zusammen geschlagen. Im wahrsten Sinne des Wortes grün und blau.

Spätestens nach diesem Vorfall sind seine Nerven jetzt definitiv am Boden angekommen. Es fehlt nur noch ein Funke in seiner Psyche und es kommt zu einer massiven seelischen Explosion bei ihm. Die örtliche Polizei wird zwar eingeschaltet, aber die Beamten sind total machtlos. Sie können nichts dagegen machen. Ihre Hände sind gebunden und ihre Möglichkeiten sind alle ausgeschöpft.

Dieser täglicher seelische Gift, dieser Dauerhass, all diese menschenverachtenden Hasskommentare haben inzwischen Walter voll im Griff. Er ist inzwischen ein menschliches Wrack, seine Seele ist komplett am Arsch.

Irgend wie per Zufall rutscht er in eine Szene rein, mit dem er auf der einen Seite seine Faszination zeigt, aber auf der anderen Seite eine heftige Abneigung gegenüber dieser Szene empfindet. Die Rede ist von Preppern, die massen von Waffen jeglicher Art und Form horten, Reichs- und Wehrbürger, die vor niemandem halt machen und keine Gesetze anerkennen und andere dunkle Gestalten, die nicht ganz sauber im Kopf ticken.

In Berlin herrscht zur Zeit eine brutale extrem unangenehme Sommerhitze. Kein Wind weht, kalte Getränke oder ein kaltes Bad, vielleicht sogar der Schatten eines dichten Baumes bringen gar nichts mehr. So eine unangenehme Hitze herrscht gerade in Berlin und alle kotzen regelrecht vor dieser unangenehmen Hitze.

Aus irgend einem Grund drehen die Leute komplett am Rad und es kommt zu Großbränden, Unruhen, Diebstähle, Vandalismus, Schlägereien und offener Anarchie. Aller aller spätestens jetzt merkt der Walter, das er sich mit den falschen Leuten eingelassen hat.

Es existiert jetzt nur noch Leben oder Tod, friss oder stirb. Entweder bringst du ihn um oder er bringt dich um, nur das existiert. Alles andere zählt nicht mehr.

Inhalt – ( ! Achtung spoiler Alarm ! )

Als Online-Redakteur bei einer großen Tageszeitung muss Walter Noack die Pöbeleien und Hasstiraden in den Kommentaren löschen. Tausende Male am Tag ist er mit den widerwärtigsten Beschimpfungen konfrontiert.

Sein Nervenkostüm wird noch dünner, als er und später eine Kollegin von Unbekannten anscheinend grundlos zusammengeschlagen werden und er auch noch einen privaten Verlust erleiden muss. Die Polizei zeigt sich bei all dem machtlos. Das tägliche Gift, der Dauerhass sickert schließlich auch in Noacks Seele.

Er schliddert allmählich in die trübe Szene von waffenhortenden Preppers, Reichs-und Wehrbürgern, abgestoßen und fasziniert zugleich. Als es in Berlin während der brutalen Sommerhitze zu Großbränden, Unruhen und offener Anarchie kommt, merkt er, dass er sich mit den falschen Leuten eingelassen hat. Jetzt geht es nur noch um Leben oder Tod. Quelle: https://amzn.to/3tofAZJ

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Doku über Prepper

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eigene Meinung

Es ist ein ziemlich komplexes Thema und das ist mir durchaus sehr bewusst. Man muss ein Sprachwissenschaftler oder ein anderer Linguistik Professor sein, um das Thema „hatespeech“ genauer zu analysieren und zu verstehen.

Dazu gibt es im Internet bestimmt entsprechende Dokumentationen, Berichte, Analysen, Doktorarbeiten, etc. pp., aber ehrlich gesagt habe ich jetzt im Augenblick keine Zeit darüber was passendes zu finden, denn das würde mein Zeitrahmen massiv sprengen. Ich überlasse es Ihnen, falls Sie Interesse haben sollten.

Keine Frage die Sprache ändert sich ständig. Das zeigt die Vergangenheit, die Gegenwart und auch die Zukunft wird es bestimmt zeigen. Das gibt aber dennoch niemandem das Recht, einen anderen online zu beleidigen, seinen Hass auf diese Person raus zu lassen oder anderweitig diese Person madig zu machen.

Bei politischen Themen, anderweitigen aktuellen Situationen oder verschiedenen Themen zu Politikern kann man im Internet sehr viele Kommentare lesen. Die meisten Kommentare sind sachlich, fachlich und korrekt formuliert, aber dann tauchen immer wieder mal Aussagen auf, wo man denkt, hat der sie noch alle im Schrank ? Tickt der noch richtig im Kopf, um so eine heftige Drohung auszusprechen ?

Es wird vermehrt unter die Gürtellinie kritisiert, schwer beleidigt, Drohungen werden ausgesprochen, persönlich verbal wird regelrecht angegriffen, usw.. Leider wird es immer schlimmer und schlimmer im Internet mit dem Umgang miteinander.

Ich frage mich wirklich aller ernstes, meinen die Leute etwa, die können sich verstecken hinter der „Anonymität“ im Internet ? Meinen Sie anhand der IP oder anderweitige Möglichkeiten kann man nicht heraus finden, wer was wann wo geschrieben hat ?

Ist man so naiv und dumm im Kopf, das man eine extrem schwere Beleidigung und Drohung raus haut ? Wie dumm muss man denn eigentlich in der Birne sein, um irgend eine Hasssprache raus zu lassen, nur weil die Ansicht des einen dem anderen nicht passt ?

Wieso sind die Leute da draußen nicht fähig fair, sachlich und kompetent miteinander auszukommen, statt jeden Tag sich verbal die Birne einzuschlagen ? Ich verstehe das einfach nicht.

Lange Rede, kurzer Sinn, der Autor Johannes Groschupf hat gekonnt das Thema „hatespeech“ in einen Thriller rein gepackt und was soll ich sagen, das Endprodukt hat mir tierisch gut gefallen.

Wie er diese „hässliche Sprachart“ mit der Gruppierung Prepper und Reichsbürger in Verbindung gebracht hat, das war schon ziemlich gut inszeniert. Mich hat es sehr imponiert, muss ich ehrlich zugeben.

Ich kann das Thrillerbuch „Berlin Prepper“ ohne Einschränkungen weiter empfehlen, allerdings sollten Thriller und Krimi Neulinge etwas aufpassen, denn in diesem Buch sind ein paar Szenen richtig brutal. Wollte Sie nur vor warnen !

Rezensionen

Hier habe ich ein paar verschiedene Meinungen, die auch Ihnen bestimmt sehr gefallen wird.

User Thomas sagt, ich zitiere: „… Ja klar, sag ich auch, aber es ist doch unklar, worauf wir uns vorbereiten müss(t)en, wenn die elektrische Gesellschaft kollabieren sollte. Bewaffnung allein trifft es ja nicht, wie jeder weiß, der das zu Ende denkt und nicht nur fokal aus einer Situation heraus.

Das waren ja die Kinderspiele mit Erbsenpistolen, keine Pumpguns oder „halbautomatische“ Schnellfeuerwaffen, wo man kiloweise Patronen schleppen müsste (was man in den entsprechenden Computerspielen nie sieht).

Und was muss man noch bunkern an allerlei Orten für diese angedachte chaotische Gesellschaft zusammenbrechender Netze? Was ist dann Recht, wer ist rechts und wer ist noch menschlich oder gar – lebendig? Mal ganz ehrlich, von Nostradamus bis in unsere Zeit reichen die düsteren Gedanken über die Zukunft. Wer die Gegenwart zu langweilig findet vielleicht?“

User Artwork Atelier sagt, ich zitiere: „Ein Buch voller Bilder, der Autor beschreibt die Szenen so, dass man sie bildlich vor sich sieht, die Stimmung, die Menschen, es ist alles sehr lebendig, Licht und Schatten, die Temperatur des Flusses, Geräusche und Gerüche.

Die Menschen wirken natürlich und echt, alles ist in eine Art gebremste Spannung umhüllt. Sehr schön geschrieben, der Autor führt uns durch Berlin bei Tag und Nacht. Man trifft richtige Menschen. Nichts wirkt künstlich oder übertrieben, ein Genuss zu lesen. Mehr sag ich nicht ausser, viel Spass beim lesen!“

User Kritikmuffel sagt, ich zitiere: „Über den Inhalt kann man hier und im Netz genug finden. Ich fand den Krimi richtig spannend und konnte die Figuren in ihren Charakteren und Lebensweisen sehr gut dargestellt nachvollziehen.

Die Story ist spannend und es kommt zu überraschenden Wendungen. Der Fokus liegt für mich bei diesem Krimi nicht so sehr auf effektvolle Gewalt, als mehr auf den Geschehnissen, die neugierig binden. Ich werde es def. mehrmals lesen.“

User * H * sagt, ich zitiere: „… Der Thriller ist in der Ich-Perspektive erzählt. Die Erzählweise ist nüchtern, sachlich, trocken, klar und leicht verständlich. Und dies Einfachheit lässt es fast wie ein ‚Tagebuch‘ erscheinen, in dem der Schreiber – der Protagonist – das Erlebte unzensiert und ungefiltert darlegt.

Man kommt so gut in die Geschichte rein, und der Hauptprotagonist Noack wirkt sehr authentisch, sein Handeln und Denken ist nachvollziehbar, auch wenn man als Leser diesem nicht unbedingt zustimmen wird. Ebenso finden die anderen verschiedensten Protagonisten mit ihren eigenen teils auch abgehobenen Charakteren und Eigenheiten ihren Platz in der Geschichte.

Berlin ist Multi-Kulti, und so hat auch Noack eine gute kumpelhafte Beziehung zu seinem türkischen Stammbäcker Ahmad, der ihm auch bei der ein oder anderen Sache mit Rat und Tat zur Seite steht und immer ein Auge auf ihn hat.

Gelungen bei dem Thriller ist vor allem, dass man beim Lesen die Berliner Atmosphäre richtig spürt, man merkt, dass der Autor mit der Stadt sehr vertraut ist. Außerdem hat sich der Autor intensiv mit dem Thema Internet-Kommentare auseinandergesetzt.

Die Story ist fiktiv, aber die Hass-Kommentare sind echt und nicht erfunden! Und das alles lässt einem die Geschichte sehr ’nah‘ und nahezu real erscheinen. Die dystopische und apokalyptische Perspektive machen ein wenig Angst, ist aber gleichzeitig auch ein mahnender Fingerzeig, sich mit der heutigen verrohenden, respektschwindenden gesellschaftlichen Entwicklung auseinanderzusetzen.

Dieser Thriller steht meines Erachtens – als einer von 12 nominierten Titeln – zu Recht auf der Longlist des diesjährigen „Crime Cologne Award“ (September 2019), da er eine aktuelle Thematik zum Inhalt hat und zudem psychologisch raffiniert aufgebaut ist.

Bis jetzt habe ich noch nichts von Johannes Groschupf gelesen, aber seine Fähigkeit, den Leser mit einer speziellen Spannung und einem eigenen Stil zu fesseln, hat mich überzeugt.
Überzeugen Sie sich doch auch! 5 von 5 Sterne.“

Was habe ich gesagt, ein super spannendes Buch, der das Thema „hatespeech“, Prepper und Reichsbürger gekonnt miteinander verbindet. Wer mal gerne in die Thematik „hatespeech“ eintauchen möchte, kann ruhig mal dieses Buch schnappen. Es lohnt sich.

Produktbeschreibung – ( ! Achtung spoiler Alarm ! )

Als Online-Redakteur bei einer großen Tageszeitung muss Walter Noack die Pöbeleien und Hasstiraden in den Kommentaren löschen. Tausende Male am Tag ist er mit den widerwärtigsten Beschimpfungen konfrontiert.

Sein Nervenkostüm wird noch dünner, als er und später eine Kollegin von Unbekannten anscheinend grundlos zusammengeschlagen werden und er auch noch einen privaten Verlust erleiden muss. Die Polizei zeigt sich bei all dem machtlos. Das tägliche Gift, der Dauerhass sickert schließlich auch in Noacks Seele.

Er schliddert allmählich in die trübe Szene von waffenhortenden Preppers, Reichs-und Wehrbürgern, abgestoßen und fasziniert zugleich. Als es in Berlin während der brutalen Sommerhitze zu Großbränden, Unruhen und offener Anarchie kommt, merkt er, dass er sich mit den falschen Leuten eingelassen hat. Jetzt geht es nur noch um Leben oder Tod. Quelle: https://amzn.to/3tofAZJ

Ich hoffe Ihnen hat die Buchvorstellung gefallen. Den Herrn Groschupf unbedingt merken, weil er in vielen Krimi Awards nominiert wurde und auch teilweise Preise abgeräumt hat. Ein genialer Schriftsteller, der aktuelle Themen verdammt gut präsentieren kann.

Vielen herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und danke das Sie mein Blog beuscht haben.

Über ein like oder feedback Ihrerseits würde ich mich sehr freuen. Bis morgen in alter Frische.

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