Von dieser Dame habe ich inklusive dieses Buches bisher 3 Stück gelesen. Der Hauptprotagonist ist ein Privatdetektiv mit dem Namen Jackson Brodie. Es ist auch eine Jackson Brodie Reihe und mit „Weiter Himmel“ wird die fünfte Geschichte hiermit erzählt.

Bevor ich aber die eigentliche Geschichte erzähle, möchte ich gerne für die Leute, die es nicht wissen und auch nicht kennen, die Begrifflichkeit „Bigotterie“ etwas näher erläutern.

Bigotterie (französisch bigoterie) oder Scheinheiligkeit ist die Bezeichnung für ein frömmelndes, dabei anderen Auffassungen gegenüber intolerantes, gehässiges und scheinbar ganz der Religion oder einer religiösen Autörität (Person oder Instanz) gewidmetes Wesen oder Verhalten, wobei der tatsächliche Lebensstil nicht eigentlich religiös oder streng sittlich gehalten wird.

Der Duden bezeichnet „Bigotterie“ als Scheinheiligkeit und „kleinliche, engherzige Frömmigkeit und übertriebenen Glaubenseifer. Das dazugehörige Adjektiv ist „bigott“.

Und Sie können mir eins glauben, egal welche Religion, egal welche Bevölkerungsschicht, egal welches Land oder Kontinent, da draußen herrscht „Bigotterie“ ohne Ende zwischen den Menschen, nur die meisten merken es gar nicht mit ihrem Fehlverhalten oder sind nicht fähig es zu erkennen.

Warum ich diese Begrifflichkeit Ihnen etwas genauer erklärt habe, das werden Sie spätestens jetzt merken. Tommy, Andy und Steve sind Familienväter. Sie sind verheiratet, haben Kinder, verdienen gut und sind in sehr gut situierten Verhältnissen zu finden.

Sie sind Mitglieder im Golfclub, sind total beliebt innerhalb der Belegschaft und man trifft sich gerne mal gemeinsam zu einem kühlen Bier, um eine Runde über Gott und die Welt zu quatschen. Dabei lächelt man gerne !

So wie sich diese 3 Männer verhalten würde man glatt sagen, das sind doch mal fürsorgliche Familienväter, die sich um ihre Kinder kümmern, um die Ehefrau sich kümmern, die Familie aufrecht erhalten und alles ist Friede, Freude, Eierkuchen. Sie haben sozusagen das Nonplusultra Leben erreicht ! Besser geht es kaum.

Aber diese 3 Väter betreiben nebensächlich ein Geschäft, was damals von weißen alten Männern ebenfalls betrieben wurde. Auch diese weißen alten Männer waren damals gut situierte Familienväter.

Es geht um Prostitution der besonderen Art, laute und unerschöpfliche Partys bis zum umfallen, junge, wilde und hübsche Frauen, schneller und ungezügelter Sex, harter und heftiger Fick, Champagne und Kaviar bis zum geht nicht mehr. Sünde ! Fehlanzeige. Scheinheiligkeit ! Nummer 1. Ehrlichkeit ! Nicht zu finden.

Na kommen wir langsam aber sicher zur Begrifflichkeit „Bigotterie“ ? Soll ich hier Schluß machen oder soll ich weiter erzählen ? Ach wissen Sie was, ich bin so fair und erzähle mal schön weiter. Gott ist unsere Gesellschaft krank ohne Ende im Kopf und es hört leider nicht auf !

Diese Fassade, diese schöne und glitzernde Fassade bricht langsam aber sicher auseinander, denn im Bekanntenkreis findet man eine Frauenleiche. Die örtliche Polizei wird eingeschaltet und auch der Privatdektiv Jackson Brodie wird aufmerksam auf diesen Fall.

Jackson hat zwar einen anderen harmlosen Auftrag in der Hand, aber dieser Auftrag führt über Umwege direkt zu den 3 Familienvätern und ruck zuck befindet sich Jackson mitten in diesem aussergewöhnlichen Fall.

Es bleibt nicht bei einem Mord, es verschwinden auch junge Frauen. Keine Spuren und Beweise zu finden. Aber per Zufall taucht doch noch eine Zeugin auf. Sie hat in ihrer Vergangenheit ziemlich schreckliche Dinge erlebt und will endlich damit abschließen.

Wird Jackson dahinter kommen, was diese 3 Familienväter im Hintergrund getrieben haben ? War die junge Frau, die getötet wurde einer dieser Prostituierten von diesen ominösen Partys ? Werden die anderen verschwundenen jungen Frauen rechtzeitig gefunden ? Was ist mit ihnen tatsächlich geschehen ?

Inhalt – ( ! Achtung spoiler Alarm ! )

Tommy, Andy und Steve leben in gut situierten Verhältnissen. Sie sind verheiratet, haben Kinder, sind beliebte Mitglieder im Golfclub und trinken hier und da ein Bierchen miteinander: Wer würde sie nicht für fürsorgliche Familienväter halten?

Niemand ahnt etwas von ihrem lukrativen Nebengeschäft; einem Geschäft, das einst von Männern betrieben wurde, die, ebenso wie sie, als anständig galten. Alles könnte so reibungslos weiterlaufen wie bisher, denn ihre Ware ist begehrt.

Doch als eine Frau aus ihrem Bekanntenkreis tot aufgefunden wird, stößt nicht nur die Polizei auf sie, sondern auch der Privatdetektiv Jackson Brodie. Sein jüngster, völlig harmloser Auftrag führt ihn direkt zu den drei Ehrenmännern – und bald ist Brodie mittendrin in einem Fall um verschwundene junge Frauen und eine Zeugin, die sich nichts sehnlicher wünscht, als ihre schreckliche Vergangenheit endlich hinter sich lassen zu können. Quelle: https://amzn.to/3zPYbKW

Interview 1

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Interview 2

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Interview 3

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eigene Meinung

Schön zu sehen wie die absolut geniale Kate Atkinson mit einem Kriminalfall das Kartenhaus der vergifteten Gesellschaft ineinander zusammen fallen lässt. Sie zeigt auf eine eindrucksvollen Art und Weise wie krank unsere Gesellschaft tatsächlich ist.

Sie zeigt auf einer anschaulichen Perspektive, das innerhalb der Gesellschaft die Scheinheiligkeit und das heuchlerische Verhalten die Oberhand hat. Gute, stabile und echte Werte findet man selten. Ja die gibt es, aber die bekommen leider nicht die eigentliche benötigte Aufmerksamkeit.

Das Schlechte, das Negative, alles was böse ist, alles was nicht gut ist, das bekommt leider die eigentliche Aufmerksamkeit und das Gute geht leider dabei flöten.

Und da soll noch einer kommen und sagen, diese Frau hat unsere Gesellschaft nicht entschlüsselt ! Ich finde es klasse von ihr, das sie mit ihrem Buch, mit ihren Worten und Sätzen manch einem eine fette Ohrfeige verpasst hat.

Alleine dafür schon bekommt die Atkinson erst mal ein Lob von mir. Aber es bleibt nicht nur bei einem Lob. Ich könnte den ganzen Tag diese Frau loben bis zum Himmel, weil Gott verdammt noch einmal sie es nun mal verdient hat.

Ein Kriminalfall so interessant und so spannend zu gestalten und dabei das eigentliche Thema nicht ausser acht zu lassen, echt eine Sau gute Arbeit von dieser Dame. Die eigentliche Message wird so gekonnt in dieses Buch verpackt, das hat schon echt tierisch Lust gemacht auf mehr.

Ich finde es echt verdammt gut von ihr, das sie in ihrem Buch den Spiegel vor den Heuchlern und scheinheiligen Leuten gestellt hat. Aber diese Leute besitzen leider keine Werte und kein Gewissen, um zu verstehen, das ihr Verhalten einfach nur Scheisse ist.

Lange Rede, kurzer Sinn, wenn Sie ein Kriminalfall erleben wollen, das hoch interessant inszeniert worden ist und dabei noch was von unserer kranken und verrückten Gesellschaft mit bekommen möchten, dann müssen Sie unbedingt das Buch „Weiter Himmel“ von Kate Atkinson lesen.

Ganz ehrlich, Hand aufs Herz, eine verdammt gute Arbeit seitens der Schriftstellerin. Mehr gibt es nichts zu sagen. Die Frau ist einfach nur top Alter.

Rezensionen

Hier habe ich ein paar gute Ansichten, die auch Ihnen bestimmt gefallen wird.

User Buchdoktor und Family sagt, ich zitiere: „… Dass zwischen diversen Grüppchen, einer vermissten Schülerin, einem Leichenfund und einer alten Geschichte um mafiöse Strukturen ein Zusammenhang bestehen muss, ahnt man beim Lesen schnell. Nur, wie werden R&R ihre Theorie beweisen, und welche Rolle wird Jackson Brodie dabei spielen, fragt man sich.

Als würde sie an einem Fadenende ziehen und damit ein komplettes Kleidungsstück aufribbeln, zerstört Kate Atkinson das Bild bürgerlicher Wohlanständigkeit in einer lauschigen Feriengegend. „Weiter Himmel“ erweist sich vor der Folie eines ganz und gar nicht anständigen Männerbundes als klug beobachtete, komplexe und hochironische Gesellschaftstudie, zugleich liefert die Autorin beeindruckende Psychogramme der Beteiligten. Atkinson wirft in ihrem durchaus zynischen Szenario u. a. die Frage auf, ob jemand seine Herkunft wie eine Haut ablegen kann.

Mein Gerechtigkeitsbedürfnis, dass die Bösen geschnappt werden oder zumindest leiden müssen, hat Atkinson in ihrem fünften Band um Jackson Brodie erfolgreich getriggert. Am Ende musste ich mich sogar beim Grinsen darüber ertappen, wie im guten Glauben begangene illegale Aktivitäten die Welt wenigstens im Roman von einigen der fiesesten Typen befreien konnten.“

User miro76 sagt, ich zitiere: „… Das Buch siedelt sich irgendwo zwischen Roman und Krimi an. Es liest sich spannend, ist aber nicht wie ein Krimi aufgebaut. Zeitweise wirkt es auch wie eine Milieustudie. In den Nebenhandlungen findet sich ein abgewrackter Künstler, eine Dragqueen, relativ zentral ein gescheiterter Ehemann und Detektiv, ein Junge, der im Theater Fuß fassen möchte und seine Schwester, die täglich in einem anderen Prinzessinnenkostüm ihren Alltag erlebt.

Schnell zeigt sich, dass vieles nicht so ist wie es scheint und einiges noch viel schlimmer als vermutet. Das ganze Buch liest sich mit einem zwinkernden Auge. Diesen Eindruck schafft die Autorin, indem sie immer wieder Kommentare in Klammer setzt, die das gesagte relativieren oder die geheimen Gedanken der Protagonist*innen preis geben. Das schafft Auflockerung und Amüsement.

Ich habe dieses Buch ausgesprochen gerne gelesen. Einzig der Schluss ist ein Wermutstropfen, denn irgendwie endet die Geschichte im Nirgendwo. Die Haupthandlung findet natürlich ihr fulminantes Ende, aber die Nebenhandlungen hören einfach auf. Da wird sogar noch was neues angerissen, das sich gar nicht mehr einordnen lässt. Vielleicht wäre es besser gewesen, den Roman sogar ein paar Seiten früher enden zu lassen, denn die Relevanz für den Roman lässt sich in den letzten Kapiteln nicht mehr erkennen.

Oder die Autorin hätte das etwas weiter ausführen müssen. Denn irgendwie hatte ich auch das Gefühl, es endet zu abrupt. Aber da wo es endet, ist es für mich nicht wirklich stimmig. Wahrscheinlich sollen die letzten Kapitel einfach aufzeigen, für wen das Leben weitergeht, wer quasi der Sonne entgegen reitet. Deshalb ziehe ich einen Stern ab für ein Buch, das mich ansonsten ausgesprochen gut unterhalten hat.“

User Havers sagt, ich zitiere: „… Weiter Himmel ist kein Kriminalroman, obwohl die Autorin schon allein aufgrund der Thematik Anleihen bei diesem Genre macht. Sie zeigt uns die Abgründe, die innerhalb wohlanständiger Familien lauern, und das macht sie äußerst geschickt.

Es dauert, bis ein roter Faden erkennbar ist und alle Akteure ihren Platz finden. Auf den ersten hundert Seiten gibt es viele Andeutungen, Informationen, deren Relevanz sich erst allmählich erschließt.

Manch eine/r mag es als Detailverliebtheit bezeichnen, aber was mich immer wieder begeistert ist die Sorgfalt, mit der die Autorin den Charakter der jeweiligen Person ausarbeitet. Jede/r hat eine Vergangenheit, Geheimnisse, eine persönliche Geschichte, die sein/ihr Handeln im banalen Alltag prägen und nachvollziehbar machen. Besonders deutlich wird das im Fall von Crystal und Harry.

Atkinson ist eine ausgezeichnete Autorin und versteht es, ein ernstes Thema mit Fingerspitzengefühl in eine gut durchdachte Handlung einzuarbeiten. Passend dazu die Schilderungen einer Region, die schon bessere Tage gesehen hat, sowie die melancholischen Rückblicke in die Vergangenheit der Akteure. Dazu eine gehörige Prise englisch-trockener Humor, und fertig ist ein großartiger Roman, den ich in einem Rutsch gelesen habe.“

User PMelittaM sagt, ich zitiere: „… Durch die unterschiedlichen Erzählperspektiven lernt der Leser einzelne Charaktere sehr gut kennen. Mir hat besonders Harry Holroyds Perspektive gefallen, der jugendliche Stiefsohn Crystals, der im Theater jobbt, seine kleine Schwester Candance liebt und auch loyal gegenüber seiner Stiefmutter ist. Gerne würde ich in späteren Romanen noch einmal von ihm lesen. Insgesamt sind alle Charaktere gut gezeichnet, egal ob Pro- oder Antagonisten. Man hat schnell das Gefühl, echten Menschen zu begegnen, mit all ihren Stärken und Schwächen.

Die Erzählung beginnt relativ harmlos, obwohl auch zu Beginn schon Dinge passieren, die Befürchtungen aufkommen lassen, und steigert sich, ähnlich einem Musikstück, immer mehr auf den Höhepunkt zu, dieser ist fulminant, doch damit ist der Roman noch nicht zu Ende, nein, man erfährt auch noch das Danach. Auch das gefällt mir sehr gut.

Ich bin absolut begeistert von diesem Roman, der mich sehr gepackt hat, der mir interessante Charaktere näher brachte, dessen Geschehen sich immer mehr steigerte und mich immer atemloser lesen lies. Ich muss unbedingt mehr von Kate Atkinson lesen! Gerne vergebe ich volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung.“

Ich kann mich nur anschließen und sagen, dieses Buch ist auf jeden Fall eine klare Empfehlung. Sie werden es nicht bereuen, weil es eine hoch spannende Handlung aufweist. Die Autorin hat Mut und Courage gezeigt und deswegen verneige ich mich ehrfürchtig vor ihr.

Produktbeschreibung – ( ! Achtung spoiler Alarm ! )

Tommy, Andy und Steve leben in gut situierten Verhältnissen. Sie sind verheiratet, haben Kinder, sind beliebte Mitglieder im Golfclub und trinken hier und da ein Bierchen miteinander: Wer würde sie nicht für fürsorgliche Familienväter halten?

Niemand ahnt etwas von ihrem lukrativen Nebengeschäft; einem Geschäft, das einst von Männern betrieben wurde, die, ebenso wie sie, als anständig galten. Alles könnte so reibungslos weiterlaufen wie bisher, denn ihre Ware ist begehrt.

Doch als eine Frau aus ihrem Bekanntenkreis tot aufgefunden wird, stößt nicht nur die Polizei auf sie, sondern auch der Privatdetektiv Jackson Brodie. Sein jüngster, völlig harmloser Auftrag führt ihn direkt zu den drei Ehrenmännern – und bald ist Brodie mittendrin in einem Fall um verschwundene junge Frauen und eine Zeugin, die sich nichts sehnlicher wünscht, als ihre schreckliche Vergangenheit endlich hinter sich lassen zu können. Quelle: https://amzn.to/3zPYbKW

Ich hoffe Ihnen hat die Buchvorstellung gefallen. Sie sollten auf jeden Fall ein Auge drauf werfen, was die Jackson Brodie Reihe betrifft. Ich bin mir ziemlich sicher, das die Art von diesem Privatdetektiv Ihnen besonders gut gefallen wird. Ein richtig dufter Typ einfach.

Vielen herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und danke das Sie mein Blog besucht haben.

Über ein like oder feedback Ihrerseits würde ich mich sehr freuen. Bis morgen in alter Frische.

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