Ich gebe es zu, es ist ein etwas älteres Buch, aber immer noch sehr gut geschrieben, so das sie mit den aktuellen 2021´er Bestsellern noch locker mithalten kann.

Ein Krimi Fan wird es bestimmt kennen, ein Krimi Neuling hat 100 % noch nichts von Tawni O´Dell gehört.

Für die, die es noch nicht gelesen haben, hier eine kleine Einführung zum Kriminalroman „Wenn Engel brennen“ aus dem Jahre 2019. Ich kann Ihnen jetzt schon eins verraten, es ist ein must have, unbedingt lesen liebe Leute.

Im Bundesstaat Wisconsin in den USA gibt es eine Stadt mit dem Namen Buchanan. Dort ist die Polizeichefin Dove Carnahan tätig.

Sie hat in dieser trostlosen Gegend ziemlich viel gesehen. Könnte man glatt ein Roman darüber schreiben. Es ist zwar eine kuschelige Gegend, aber das Negative hat eindeutig seine Spuren hier hinterlassen.

Die Rede ist vom exzessiven Kohleabbau verwüstete Landstriche und Ostschaften und Gegende, die einer Geisterstadt nahe kommen. Verlassen, kaputt, runter gewirtschaftet, verrostet und dreckig.

Es leben zwar hier Menschen, die arbeiten und machen und tun, aber im Prinzip haben sie sich schon längst aufgegeben. Träume sind inzwischen erloschen, Wünsche sind gar nicht mehr vorhanden, Zukunftspläne existieren gar nicht mehr, etc. pp..

Man lebt einfach vor sich hin und wartet die Zeit ab, bis der Sensenmann einen abholt. Aber diese trostlose Situation hält die Menschen so dermaßen massiv im Griff, das man ein kleines Mädchen eiskalt umbringt, bestialisch verbrennt und in eine Erdspalte rein steckt.

Der State Trooper Nolan steht kurz vor der Pensionierung. Er übernimmt diesen Fall und die Polizeichefin Dove Carnahan unterstützt ihn dabei.

Eine Obduktion findet statt, Zeugen werden befragt, die Identifikation des toten Mädchens wird recherchiert und andere polizeiliche Maßnahmen werden in die Wege geleitet.

Die ersten ermittelten Spuren führt die Polizei zu der Familie Truly. Die Trulys sind Rednecks. Aber diese Familie ist noch ein besonderer Fall.

Man weis nicht ob sie arbeitslos sind oder kriminell, aber sie sind die schlimmste Art der Redneck Unterschicht. Kaum hat man als Polizeichefin mit Rednecks zu tun, schon kommen einem die Alpträume von der Vergangenheit zum Vorschein.

Eins ist so sicher wie Amen in der Kirche, der Schein trügt. Hier wird nicht das gezeigt, was man eigentlich darüber denkt und sieht. Haben die Rednecks dieses kleine Mädchen eiskalt umgebracht und wie ein Stück Müll weggeworfen ?

War es ein Unfall oder eine beabsichtigte Tat ? Steckt jemand anderes dahinter und wieso führen die ersten Spuren Richtung Rednecks ? Sind die Spuren absichtlich platziert worden ?

Inhalt – ( ! Achtung spoiler Alarm ! )

Als Polizeichefin von Buchanan, dem Ort ihrer Kindheit, hat Dove Carnahan schon viel gesehen. Es ist keine kuschelige Gegend: Vom exzessiven Kohleabbau verwüstete Landstriche liegen brach, Geisterstädte rotten vor sich hin. Menschen rackern sich ab oder haben sich schon aufgegeben, Träume blühen und welken. Oder sie verbrennen, wie das tote Mädchen, das in einer glühenden Erdspalte steckt.

Der alternde State Trooper Nolan übernimmt die Ermittlung, doch Chief Carnahan bleibt mit dran. Auf der Suche nach dem Hintergrund der Toten bekommt sie es mit einer berüchtigten Familie zu tun. Kriminell oder arbeitslos, verschworen und zerstritten – die Trulys sind Redneck-Unterschicht der schlimmsten Spielart. Und dieses Milieu ruft in der Polizeichefin längst überwunden geglaubte Alpträume wach. Denn hier ist vieles nicht, wie es scheint. Quelle: https://amzn.to/3E6GaL8

kurze aber gute Buchvorstellung

Quelle: https://bit.ly/2Z81PDh

ein sehr interessantes Interview mit der Autorin ( auf englisch )

Quelle: https://bit.ly/3GbGM3G

eigene Meinung

Bevor ich meine Meinung zu diesem genialen Buch äußere, möchte ich gerne für die Leute, die es nicht wissen, die Begrifflichkeit „Redneck“ erst einmal näher erläutern.

Redneck ist englisch für Rotnacken oder Rothals und im engeren Sinne eine oftmals abfällige Bezeichnung für arme weiße Landarbeiter, insbesondere solche, die aus den US-amerikanischen Südstaaten stammen.

Ähnlich verwendet werden die Begriffe „Hillbilly“, der insbesondere für Personen gebraucht wird, die aus den Appalachen und den Ozarks stammen, „Hick und White Trash“ – dieser Begriff unterstellt dem so Bezeichneten auch noch Sittenlosigkeit und Unmoral.

Je nach Ortschaft, Umgebung, Eigenschaft und äußere Einflüsse können die Rednecks auf der einen Seite nett und ziemlich familiär sein und auf der anderen Seite aber auch heftigst böse sein.

In diesem Buch wird sehr ausführlich über die Situation der Rednecks gesprochen. Ja es gibt unter den Rednecks ein paar Vollidioten, die haben die komplette Menschlichkeit adacta gelegt. Mit denen kann man nicht mehr reden und von denen sollte man sich auch fern halten.

Dann gibt es wiederum Rednecks, die haben mit diesen Vollidioten nichts am Hut und leben ihr leben friedlich ganz normal weiter, aber halt eben unter sich. Sie tun niemanden was und zahlen ganz normal ihre Steuern.

In diesem Kriminalroman geht es eigentlich ins Geheime um Vorurteile. Es wird zwar nicht direkt angesprochen, aber zumindest leicht versteckt dargestellt.

Sie haben doch bestimmt mal irgend welche amerikanischen Action Filme angeschaut. In solchen Filmen, vor allem Ende 80er und Mitte 90er Jahre wurden gerne bärtige weiße Männer mit dreckigen Unterhemden bekleidet dargestellt.

Meistens haben solche Schauspieler die Rednecks laut Drehbuch folgendermaßen inszeniert. Man wollte dem Zuschauer suggerieren, so sieht ein Redneck aus, der einen fetten Truck fährt und der Motor massig an Sprit schluckt. Die heutige Klima FFF Bewegung hätte seine Freude daran !

Er ist fett, weiß, groß, hat schmutzige Wäsche an, keine Moral vorhanden, kein Mitgefühl da und geht ziemlich brutal voran. Wie ich schon sagte, ein paar Vollidioten findet man immer wieder, das heißt aber nicht, das die restliche „Bande“ so ist.

Jedes Land, jede Gegend, jede Bevölkerungsschicht hat auf irgend eine Art und Weise Vorurteile gegenüber anders denkende oder anders aussehende. Auch im Jahre 2021 haben wir immer noch Vorurteile gegenüber andere Menschen mit einem anderen Aussehen oder einer anderen Religion oder ähnliches.

Vorurteile ist der Nährboden von Hass und Rassismus, das sollte man niemals vergessen und immer im Hinterstübchen behalten. Am Ende können Vorurteile nichts Gutes bewirken. Deswegen ein vernünftiger Rat an Sie, seien Sie offen und lassen Sie die Finger von Vorurteilen.

Die Geschichte hat es mehrfach bewiesen, Vorurteile sind nichts Gutes. Brandstifter, Hetzer, Hassprediger oder Leute, die die Menge anstichelt und hetzt, von solchen Leuten sollte man fern bleiben.

Die Auflösung am Ende dieses Buches ist einfach nur unbeschreiblich genial dargestellt. Sie werden sehr überrascht darüber sein, was da so alles noch passiert.

Von mir bekommt dieser super Kriminalroman definitiv eine klare Kaufempfehlung, weil die Geschichte ziemlich authentisch und sehr realitsnah dargestellt worden ist. Details wurden teilweise geschichtlich gut platziert, hat mir mega gefallen.

Sprachlich sehr gut geschrieben und deswegen bekommt die Autorin von mir einen fetten Lob für dieses Meisterwerk. Sie hat wirklich ein ziemlich gutes Buch geschrieben. Unbedingt lesen, Sie werden es definitiv nicht bereuen.

Rezensionen

Hier habe ich ein paar sehr gute und überzeugende Meinungen, die auch Ihnen bestimmt gefallen wird.

User wobbel sagt, ich zitiere: „Super ! Tolle Zeichnung des heutigen Amerikas. Am Anfang etwas gruselig, aber dann ein Gesellschaftsporträt mit nicht vorstellbaren vielfältigen Eigenschaften und Boshaftigkeiten, die in einer Kleinstadt gedeihen (Parallelen natürlich ausgeschlossen). Die Sprache und die Übersetzung demnach genial.“

User Havers sagt, ich zitiere: „… Das Brandopfer ist Camio Truly, die aus einer Familie kommt, die jedem Lehrbuch als gelungenes Beispiel für Dysfunktionalität dienen könnte und mit der man sich besser nicht anlegen sollte. An der Spitze die Matriarchin Miranda, die mich sehr an Mags Bennett aus „Justified“ (TV-Serie nach Motiven von Elmore Leonards „Raylan“) erinnert hat. Keinen Widerspruch duldend, regiert sie ihre Redneck-Familie mit harter Hand. Und wehe dem, der ausscheren will. Da fügt man sich doch lieber und bleibt auf Kurs, wenn man nicht wie Camio enden will.

Das hört sich nach einem Kriminalroman an, ist aber weit mehr als das. O’Dell ist hier eine präzise Milieustudie gelungen. Über toxische Familienverhältnisse, über Menschen, von der Politik vergessen, nachdem ihre Lebensgrundlage zerstört wurde. Sie punktet mit sympathischen Charakteren, die sich nicht immer an die Vorschriften halten. Mit trockenem Humor. Mit einer Protagonistin, die sich des Alltagssexismus bewusst ist und diesen souverän händelt. Ein Roman, der unter die Haut geht. Lest ihn, ihr werdet es nicht bereuen.“

User Familie Ständeke sagt, ich zitiere: „… Und nun der Mord an Camio Truly. Dove ist natürlich darauf bedacht den Mord so schnell wie möglich aufzuklären. Es führt sie in die total herunter gekommene Familie Truly die mit ihren fünf Kindern ein undurchschaubares Leben führen. Wird am Ende der Verworrenheit der Fall doch noch aufgeklärt? Ein super spannender Krimi den man so schnell nicht aus der Hand legen kann, ich habe nur zwei Tage gebraucht und freue mich schon auf eine Fortsetzung der Autorin Tawni O’Dell.“

User Gwyn sagt, ich zitiere: „… Tawni O’Dell geht tief in ihre Charaktere hinein, legt sie offen mit allen positiven und negativen Seiten, ihren Gefühlen, lässt die Schutzschilde herunterklappen – nur Nolan Greely behält seine Sonnenbrille auf, aber der ist lediglich eine Randfigur.

Selten habe ich eine so eindringliche Charaktertiefe gelesen. Eine Sprache, die in ihrer Intensität tief berührt, scharf beobachtend, mit einem sarkastisch-humorvollen Unterton. Was tun sich Menschen gegenseitig an? Was kann ein Mensch ertragen? Wozu ist ein Mensch fähig, in die Enge getrieben? Émile Zolas «Bestie Mensch» ist vergleichbar.

Alltag in einer Kleinstadt, die noch halbwegs gut weggekommen ist beim Wegfall der Industrie – hier komprimiert sich Angebot des täglichen Lebens der Landbevölkerung. Am Rande wohnen die, denen alles genommen wurde, arbeitslos sich selbst überlassen. Ein gnadenlos guter, literarischer Country-Noir-Krimi.

Tawni O’Dell stammt aus der Bergbauregion des westlichen Pennsylvania, schrieb schon als Kind Geschichten und ging als Erste ihrer Familie auf die Universität, um Journalismus zu studieren. Ihr Durchbruch als Schriftstellerin kam mit der kometenhaft erfolgreichen Oprah’s-Entdeckung ihres Romans «Back Roads», der von Michael Ohoven verfilmt wird. «Wenn Engel brennen» ist ihr sechstes Buch und der erste explizite Kriminalroman. Tawni O’Dell erscheint weltweit in mehr als 40 Ländern. Sie schreibt am Folgeroman.“

Was habe ich gesagt, trotz dessen, das dieses Buch im Jahre 2019 erschienen ist, ist es immer noch ein lesenswertes Meisterwerk. Nicht umsonst verfolge ich die Schriftstellerin Tawni O´Dell, denn diese Dame schreibt wirklich verdammt gute Bücher.

Produktbeschreibung – ( ! Achtung spoiler Alarm ! )

Als Polizeichefin von Buchanan, dem Ort ihrer Kindheit, hat Dove Carnahan schon viel gesehen. Es ist keine kuschelige Gegend: Vom exzessiven Kohleabbau verwüstete Landstriche liegen brach, Geisterstädte rotten vor sich hin. Menschen rackern sich ab oder haben sich schon aufgegeben, Träume blühen und welken. Oder sie verbrennen, wie das tote Mädchen, das in einer glühenden Erdspalte steckt.

Der alternde State Trooper Nolan übernimmt die Ermittlung, doch Chief Carnahan bleibt mit dran. Auf der Suche nach dem Hintergrund der Toten bekommt sie es mit einer berüchtigten Familie zu tun. Kriminell oder arbeitslos, verschworen und zerstritten – die Trulys sind Redneck-Unterschicht der schlimmsten Spielart. Und dieses Milieu ruft in der Polizeichefin längst überwunden geglaubte Alpträume wach. Denn hier ist vieles nicht, wie es scheint. Quelle: https://amzn.to/3E6GaL8

Ich hoffe Ihnen hat die Buchvorstellung gefallen. Vielen herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und danke das Sie mein Blog besucht haben.

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