Tja und da soll noch einer sagen, wir Deutsche können keine guten Krimis produzieren. Mit „Der Usedom-Krimi“ wird genau das Gegenteil bewiesen, zumindest fast in meinen Augen.

Nach meiner Meinung ist „Der Usedom-Krimi“ im Krimi Genre was ganz besonderes und wird leider von der Presselandschaft viel zu viel vernachlässigt und es ist auch keine Seltenheit, das dieser Krimi einen Watschn abbekommt.

Zu Unrecht wie ich finde ! Nur weil es ein Krimi ist, konzentriert man sich auf das Verbrechen und vernachlässigt dabei aber die anderen wichtigen Punkte aus Sicht der Presse in dieser Krimiserie.

Ja am Anfang gab es ein paar Start Schwierigkeiten, gebe ich auch offen und ehrlich zu, aber das wurde im laufe der jeweiligen Episoden immer besser und besser.

Dabei sind die jeweiligen Fälle relativ interessant gestaltet worden und die Hauptakteure haben sehr spannende Beziehungen sowohl zueinander als auch zu anderen Protagonisten entwickelt.

Ich finde dieser Krimi sollte noch mehr Aufmerksamkeit erhalten, weil sie schlicht und einfach gut inszeniert worden ist. Dennoch gibt es vereinzelt, zwar selten aber es ist leider vorhanden, hier und da ein paar Denkfehler.

Making of Engelmacher

Quelle: https://bit.ly/2Z0gpx5

Zunächst einmal schauen wir die Statistik etwas genauer an. Im Schnitt haben pro Folge 6,2 Millionen Zuschauer die jeweiligen Episoden angeschaut.

Ich finde das ist ein solider Mittelwert und deswegen muß sich „Der Usedom-Krimi“ gegenüber anderen Krimis nicht unbedingt verstecken. Die eine oder andere Episode hat sogar beinahe die 7 Mio. Marke fast geknackt.

Das ist aber keine Krimi Serie, die man in nur 50 Minuten pro Folge abarbeiten kann, denn dafür sind die Hintergründe für die jeweiligen Fälle viel zu aufwendig.

Bis jetzt sind 15 Episoden erschienen und jede Episode hat eine komplette Filmlänge von ca. 90 Minuten.

Jede Episode behandelt einen komplizierten, komplexen und vor allem aufwendigen Fall und bei jede Episode erfährt man immer mehr über die Hauptprotagonisten an sich.

Karin Lossow ist bespielsweise eine Staatsanwältin und hat damals im Affekt ihren Ehemann mit der Dienstwaffe der Tochter erschossen. Karin Lossow wird dargestellt von der genialen Schauspielerin Katrin Sass, zumindest als Schauspielerin schätze ich sie sehr.

Nach einer mehrjährigen Haftstrafe kommt die Karin wieder frei und will wieder was gut machen. Deswegen kehrt sie wieder zurück nach Usedom zu ihre Tochter.

Die Tochter heißt Julia Thiel und wird von der Schauspielerin Lisa Maria Potthoff dargestellt. Das Verhältnis zwischen der Mutter und Tochter ist nicht gerade berauschend. Sie ist übrigens eine Hauptkommissarin auf Usedom.

Die meisten Verbrechen passieren auf der Halbinsel Usedom, allerdings gibt es je nach Fall und Episode auch mal Situationen, wo eine grenzüberschreitende Ermittlung mit den polnischen Kollegen drüben stattfinden kann.

Es ist keine Seltenheit, das sowohl die Deutschen Ermittler nach Polen müssen und polnischen Ermittler nach Deutschland müssen.

Das besondere bei dieser Krimiserie ist, das der Zuschauer von Anfang an im dunkeln gelassen wird.

Das heißt Sie als Zuschauer müssen raten, wer der Mörder am Ende ist und ich kann Ihnen jetzt schon eins sagen, beim raten habe ich ein paar mal daneben gelegen.

Erst ganz zum Schluß erfährt der Zuschauer, wer der tatsächliche Mörder ist und wie der jeweilige Fall gelöst wird.

Mal ist eine DNA Spur, die den Mörder verrät oder es kann mal vorkommen, das eine Zeugenaussage von vor ein paar Wochen doch wichtige Informationen beinhaltet hatte oder ähnliches.

An dieser Stelle möchte ich den Drehbuchautoren erst einmal ein Lob zukommen lassen, weil die jeweiligen Fälle spannend inszeniert worden sind und die Lösung am Ende dem Zuschauer zum staunen bringt.

Making of Schandfleck

Quelle: https://bit.ly/3wZ6OD3

Allerdings möchte ich hiermit auch gleichzeitig auf die Finger der Drehbuchautoren klopfen, weil sie nämlich ab und zu ein paar Denkfehler eingebaut haben, die einfach keinen Sinn ergibt beim Zuschauer.

Näheres kann ich aus spoiler Gründen leider nicht verraten und ich weis auch gar nicht, ob das beabsichtigt war oder nicht, aber diese Denkfehler müssen nach meiner Meinung dringend beendet werden.

Wie ich schon bereits sagte, ich habe ein paar mal daneben gelegen mit meinem Tipp und war um so mehr erstaunt darüber, das mein Tipp doch nicht der eigentliche Mörder war, sondern eine ganz andere Person.

Vielleicht als kleiner spoiler, die Tochter von Karin stirbt in Episode 6 und wird ersetzt von der Kriminalhauptkommissarin Ellen Norgaard.

Ellen Norgaard wird gespielt von der dänischen Schauspielerin Rikke Lylloff.

Es gibt noch viele andere Schauspieler in dieser Krimiserie, unter anderem die Enkeltochter Sophie Thiel, den Vater Stefan Thiel, den Usedom Staatsanwalt Dr. Dirk Brunner, Holm Brendel als Polizeiobermeister und noch ein paar andere weitere wichtige Charaktere.

Aber um die jetzt hier aufzuzählen, das würde den Zeitrahmen so richtig sprengen.

All diese Charaktere haben auf irgend eine Art und Weise eine Beziehung zueinander oder müssen sowohl direkt als auch indirekt miteinander agieren und arbeiten.

Jeder dieser Charaktere hat irgend eine Verbindung oder gar ein Geheimnis und dies wird von Episode zu Episode immer mehr vertieft.

Also Sie merken da sind nicht nur die jeweiligen Verbrechen und Morde vorhanden, nein, auch private und familiäre Verhältnisse werden hier und da thematisiert.

Ich finde es ist eine gute und saubere Mischung und kommt dem Erzählfluss sehr zu Gute. Deswegen ist diese Krimiserie was besonderes in meinen Augen.

Rein vom Gefühl und Schätzung her betrachtet würde ich der Krimiserie „Der Usedom-Krimi“ eine stabile 6,0 von 10 Punkten vergeben.

Man konzentriert sich nicht nur auf die Arbeit, sondern auch die privaten Verhältnisse sind sehr anschaulich und glaubhaft rüber gebracht worden, aber die paar Denkfehler, die ab und zu mal auftauchen, die sollte man schleunigst unterlassen wie ich finde.

Set Aufnahmen

Quelle: https://bit.ly/3xcTtYd

„Der Usedom-Krimi“ ist eine Polyphon Filmproduktion und wird auf ARD übertragen. Sie können die jeweiligen Episoden in der ARD Mediathek jederzeit anschauen.

Ich kann Ihnen auf jeden Fall ans Herz legen, schauen Sie ruhig mal abends in einer freien Minute diese solide Krimiserie an.

Bin mir ziemlich sicher, das die jeweiligen Fälle Sie interessieren könnte. Es ist nämlich wirklich solide inszeniert worden.

Von mir bekommt diese Krimiserie eine Empfehlung, weil die Hauptakteure ihren Job glaubhaft rüber bringen und die Fälle bzw. das jeweilige Verbrechen so richtig schön komplex aufgebaut sind.

Es ist keine super duper mega Krimiserie, aber auch keine schlechte Krimiserie. Ich finde es ist auf jeden Fall ein Tick besser als die Goldene Mitte und deswegen kann man es getrost ruhig anschauen.

Wenn Sie eine solide Alternative suchen, dann greifen Sie in Richtung „Der Usedom-Krimi“.

Rezensionen

Hier habe ich ein paar verschiedene Meinungen, die eventuell für Sie interessant sein könnte, aber dennoch möchte ich faiererweise erwähnen, das Sie doch selber Ihre eigene Meinung bilden sollten.

User kai.ikarus.1 sagt, ich zitiere: „Da könntet Ihr NOCH VIEL mehr drauss machen! Versucht mal etwas Farbe reinzubringen! Ich empfehle unsere schönen sonnenaufgänge und vor allen die fantastischen Sonnenuntergänge..das könnte doch so ein kleines Markenzeichen Eurer Serie sein…und BITTE NICHT schon WIEDER im FEBRUAR drehen!

Wenn Ihr ein anderes Hotel braucht z.B. für den April oder Mai(mit die schönsten Monate auf unserer Insel!!) dann funkt mich mal an: ich bekomme da schon was gedeichselt! Der Ahlbecker Hof ist zwar SUPER KLASSE! Aber es gibt weit über 300 schöne Hotels die euch mit offenen Armen aufnehmen würden!“

User Oliver Armknecht sagt, ich zitiere: „… Denn so richtig viel hat Ungebetene Gäste – Der Usedom-Krimi nicht zu erzählen. Einiges wird hier schon recht früh verraten, das Publikum darf dann warten, bis die Ermittlung das eigene Vorwissen einholt. Eine Überraschung behält das Drehbuch dann aber doch noch bereit.

Nur deswegen lohnt es sich jedoch kaum hier reinzuschalten. Der Film ist zwar etwas besser als der Vorgänger, da die Geschichte mehr hergibt. Die Szenen mit der Familie sind zudem recht nett, auch wenn sie zu wenig genutzt werden. Der Krimi ist jedoch erneut recht träge, weshalb die größte Spannung die ist, welches Ereignis früher eintritt: Die Überführung des Fahrers oder ein eigenes Einnicken.“

User Tilmann P. Gangloff sagt, ich zitiere: „… Fischerkoesen war zwar erneut für die Bildgestaltung verantwortlich, aber Huettner gibt mit „Der lange Abschied“ sein „Usedom“-Debüt. Obwohl Regisseure und Kameraleute regelmäßig wechseln, wirken die Filme dennoch wie aus einem Guss.

Auch Huettner bleibt dem bedächtig-stimmungsvollen Inszenierungsstil seiner Vorgänger treu. Auf Usedom beginnt zwar mittlerweile langsam der Frühling, aber Fischerkoesens Bilder sind dennoch frostig; bei den Innaufnahmen sorgt ein leichter Grünstich dafür, dass die Szenen auf dem Polizeirevier, im Gefängnis und im Krankenhaus keinerlei Behaglichkeit aufkommen lassen.“

User Karliiie sagt, ich zitiere: „Katrin Sass begeistert hier mit der Darstellung der Karin Lossow. Ein guter solider deutscher Krimi, endlich auch für Usedom. Auch Lisa Maria Potthoff überzeugt auf der Insel. Fürs TV durchaus akzeptabel.“

kino.de sagt, ich zitiere: „… Wie sorgfältig und überlegt die Bilder gestaltet wurden, zeigt sich auch bei den Szenenwechseln, die zwar kunstvoll sind, aber nie den Fluss des Films stören.

Lisa Maria Potthoff ist als innerlich zerrissene Hauptfigur ohnehin eine wunderbare Besetzung, zumal sie ein besonderes Talent hat: Im Unterschied zu vielen anderen Schauspielerinnen muss sie Emotionen nicht betonen, um sie zu vermitteln.

Umso trefflicher ist Kombination mit der stets kühl und kontrolliert wirkenden Katrin Sass. Da die Geschichte von Mutter und Tochter noch längst nicht zu Ende erzählt ist, macht „Mörderhus“ neugierig auf die weiteren Filme. Die deutsch-polnische Insel ist ohnehin ein Schauplatz mit großem Potenzial.“

Ich habe bei meiner Bewertung einen Bonuspunkt vergeben, weil die familiären Verhältnisse in dieser Krimiserie anschaulich aufgearbeitet werden. Dennoch bleibe ich bei meiner Meinung, diese Krimiserie ist weder gut noch schlecht, einfach ein Tick besser als die Mitte eben.

Aber der eine User hatte schon recht, man hätte aus den malerischen Bildern viel mehr rausholen können. Chance vertan würde ich mal behaupten.

Ich hoffe Ihnen hat dieser Artikel gefallen. Geben Sie sich ruhig mal einen Ruck und geben Sie dieser Serie eine Chance. Man kann sich das schon anschauen, schlecht ist es ja nicht.

Vielen herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und danke das Sie mein Blog besucht haben.

Über ein like oder feedback Ihrerseits würde ich mich sehr freuen. Bis morgen in alter Frische.

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