Stellen Sie sich folgendes vor, am hellichten Tag auf einem Spielplatz, da wo die ganzen Mütter mit ihren kleinen Kindern gemeinsam spielen passiert folgendes.

Alle Mütter und Kinder spielen gemeinsam, schaukeln, bauen Sandburgen, rutschen die Rutsche runter, klettern die Spinne hoch und jeder der Beteiligten ist überglücklich.

Man hört und sieht schreiende und glückliche Kinder und lachende Mütter. Was besseres kann dem Kind als auch der Mutter nicht passieren.

Da kommt ein Mann um die Ecke, der sein Kopf nach unten beugt. Die Kaputze des sweatshirts hat er über sein Kopf, so das sein Gesicht leider von niemandem erkannt wird.

Auch in der näheren Umgebung befindlichen Kameras können leider sein Gesicht nicht erkennen. Dann macht der Mann folgendes.

Er läuft an der Schaukel vorbei, da wo sich die Ärztin Dr. Angela Benton gespielt von Emma Bispham mit ihrem 3 jährigen Sohn befindet.

Trailer

Quelle: https://bit.ly/30INU7E

Als er kurz hinter ihr steht, dreht er sich plötzlich um, zückt ein Messer mit einer großen Klinge raus und sticht die Ärztin von der Seite in ihr Oberkörper mehrfach rein.

Die Frau ist leider sofort tot. Die Obduktion wird später ergeben, das die Lunge durch die zahlreichen tiefen Stichwunden regelrecht durchlöchert wurde.

Und das Ganze passiert vor den kleinen Kinderaugen. Einfach nur fassungslos dieses Szenario, aber das ist der Beginn der Thriller- / Krimiserie „Paranoid“ auf Netflix.

Dann schauen wir uns erst einmal die weiteren Inhalte der Serie an, ohne was entscheidendes zu spoilern. Die Ärztin ist bestialisch umgebracht worden und die Ermittlungen der Woodmire Police Department fangen jetzt an.

Dieses bestialische Szenario wird von der Augenzeugin Lucy Cannonbury gespielt von Lesley Sharp gegenüber der Polizei relativ authentisch und detailliert ins Protokoll aufgenommen.

Während der Mörder mit der Ärztin beschäftigt war, konnte Lucy den 3 jährigen Sohn rechtzeitig noch retten.

Das lief alles so schnell und chaotisch ab, das keiner der anwesenden Mütter den Mann bemerkt geschweigedenn detailliert beschreiben konnten.

Die Ermittler Detective Nina Suresh gespielt von Indira Varma und Detective Bobby Day gespielt von Robert Glenister werden für diesen Fall beauftragt.

Indira Varma müßte denke ich ein Begriff für Sie sein, denn sie spielte in der Preisgekrönten Serie Game of Thrones Ellaria Sand, die Geliebte von Oberyn Martell.

Detective Nina Suresh hat jetzt nicht nur diesen Fall aufzuklären, sondern hat auch mit der inneren Uhr zu kämpfen. Ein Baby muß her, aber ihr Lover hat leider Schluß gemacht.

Detective Bobby Day ist nicht nur mit diesem Fall beschäftigt, sondern muß noch zusätzlich seine Panikattacken in den Griff bekommen.

Außerdem wird er das Gefühl nicht los, das er sowohl am Tatort als auch danach beobachtet wird. Dieses Gefühl wird später zur Realität, denn der medikamenten abhängige Jacob Appley beobachtet den Detective Bobby Day.

Nach einer intensiveren Untersuchung wird der Jacob Appley unter den Tatverdächtigen in die engere Wahl genommen.

Man will ihn gerne befragen, aber dazu wird es nicht kommen, denn Jacob springt von der Brücke runter und ist sofort tot. Auf Grund dieser Tatsache fangen die Untersuchungen wieder von vorne an.

Die weiteren Untersuchungen deckt ein verschwörerisches Netzwerk mit einem mächtigen Gegner auf, was den Fall zum Kampf von David gegen Goliath macht, bei welchem die Ermittler zunächst ihre eigenen Dämonen konfrontieren müssen.

Vom Inhalt her betrachtet ist diese Serierelativ spannend und ein paar Szenarien wurden sogar gut inszeniert. Es gibt aber ein großes ABER bei dieser Serie und zwar dieses extreme Durcheinander.

Der Zuschauer ( wenn er oder sie nicht aufm Kopf gefallen ist ) muß sich höllisch konzentrieren, um überhaupt einigermaßen diese Angelegenheit zu verfolgen.

Es sind viel zu viele Aussagen, Szenen, Denkmuster und noch einiges mehr vorhanden, die total durcheinander erzählt bzw. gezeigt werden.

Und dann tauchen ab und zu diese Kopfschmerzen verursachenden Dialoge von manch einem auf, wo ich denke „ihr habt sie doch nicht mehr alle Tassen im Schrank“.

Es gibt viele Fragen, die leider teilweise unbeantwortet blieben und es gab hier und da vereinzelte Szenen, die einfach keinen Sinn ergeben haben.

Nach meiner Meinung haben zwar die Drehbuchautoren eine spannende Story aufgeschrieben, aber die Umsetzung, genau an diesem Punkt hat der Regisseur bzw. die Produzenten teilweise total versagt. Ist meine Meinung.

Wenn man das Ganze so betrachtet und ein Fazit für sich selber daraus schließen möchte, würde ich sagen, es ist weder eine schlechte noch eine gute Serie, aber man kann es ruhig einmal anschauen. Mehr aber auch nicht !

Eine zweite Staffel wird es nicht geben, denn die Produktionsfirma Red Production Company hat keinen weiteren Auftrag für die zweite Staffel erhalten. Das liegt eindeutig an den sehr schwachen Einschaltquoten.

Die erste und einzige Staffel beinhaltet insgesamt 8 Episoden. Am Ende der ersten Staffel wird der Fall an der Ärztin gelöst.

Schade das man so eine spannende und potenzielle Story (zumindest am Anfang !) durch Denkfehler und Produktionsmangel in den Sand gesetzt hat, dabei war der Cast ordentlich und die Hauptprotagonisten haben eine relativ stabile Performance an den Tag gelegt.

Aber fairerweise muß ich gestehen, das die Indira Varma mit diesen belanglosen Dialogen mächtig genervt hat. In anderen Serien wie Game of Thrones oder Luther war sie gut, aber hier hat sie leider den Bockmist komplett abgeschossen.

Rezensionen

Hier habe ich ein paar heftige Aussagen, die aber der Realität leider entsprechen.

User Franzi1958 sagt, ich zitiere: „Unglaubwürdig und schwach. Jeder Darsteller wirkte zudem noch unsympathisch. Was ich bisher in keiner Serie oder Film so empfunden habe.“

User pfeifferg sagt, ich zitiere: „Das war eine einzige Enttäuschung. Selten eine so schlechte Serie gesehen. Die Handlung ist komplett unlogisch, jeder von den Protagonisten ist unsympathisch, die Dialoge sind schwach und die deutsche Synchronisation ist unterirdisch.

Ich habe ein bisschen in die Originalfassung reingeschaut, aber das brachte nur eine geringe Verbesserung. Die deutschen Schauspieler haben das Niveau auch nicht gerade angehoben. Insgesamt war es verplemperte Lebenszeit und absolut nicht zu empfehlen.“

User McHammergeil sagt, ich zitiere: „Nachdem ich von „Luther“ positiv überrascht war und die Staffeln nur so weggesuchtet hatte, stieß ich auf Paranoid als Ersatz. Schon in der Folge nervte die Hauptdarstellerin mit ihren dummen Sprüchen.

Später kamen noch Inkompetenz, ständige Fehleinschätzungen, nervige Gefühlsausbrüche einer Mid-crisis (die auch wichtiger waren als die Mordaufklärung) sowie dümmliche Dialoge dazu.

Diese Polizisten könnten nicht mal einen Fall aufklären, wenn es nur zwei Personen gibt, und einer davon ermordet worden wäre. Quäle mir gerade die letzte Folge rein und dann auch froh das es vorbei ist.“

User Kritiker56 sagt, ich zitiere: „Nach 4 Folgen hatte ich das Gefühl, die belanglosen und dämlichen Dialoge wurden nur gesetzt, um die Serie zu verlängern. Das ist die mieseste britische Serie, mit den unsympathischsten Charakteren und unfähigsten Polizisten all time. Hier taugt selbst der Soundtrack nichts. Der Drehbuchautor sollte unbedingt den Job wechseln. Gruselig.“

Auch das gehört in diesem Blog dazu, ob es Ihnen passt oder eben nicht. Man sollte nicht nur die guten und tollen Bücher oder Serien präsentieren, auch die schlechten und nicht so tollen Serien gehören nun mal dazu.

Wie ich schon bereits erwähnt hatte, Sie können es ruhig einmal mit Mühe und viel Kraft anschauen, aber mehr auch nicht. Das überlasse ich Ihnen.

Ich hoffe Ihnen hat dieser ehrliche und direkter Artikel gefallen. Was gesagt werden mußte, mußte nun mal gesagt werden.

Vielen herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und danke das Sie mein Blog besucht haben.

Über ein like oder feedback Ihrerseits würde ich mich sehr freuen. Bis morgen in alter Frische.

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